Die Rechnung der evangelisch-reformierten Kirchgemeinde Niederamt schliesst mit einem Aufwandüberschuss von Fr. 15'880.49 ab.Alle Anträge des Kirchgemeinderates wurden von der Versammlung der evangelisch-reformierten Kirchgemeinde Niederamt gutgeheissen.

Aufwandüberschuss

Die Verwalterin Susanna Simmen erläuterte die Jahresrechnung 2010 und ging auf  die wichtigsten Abweichungen einzelner Budgetposten ein. Erfreulich ist das Netto-Vermögen von Fr. 244.58 pro Mitglied. Dies zeigt, dass die Kirchgemeinde nach wie vor auf gesunden Beinen steht, auch wenn die Rechnung 2010 mit einem Aufwandüberschuss von

Fr. 15‘880.49 abgeschlossen wurde. Das Budget 2010 wurde von allen gut eingehalten. Gegenüber dem Voranschlag 2010 sind rund Fr. 52‘000. — weniger Kirchensteuern von natürlichen Personen eingegangen als angenommen. Auch mussten im 2010 Fr. 50‘000. — mehr Steuerguthaben als andere Jahre zurückerstattet werden. Beträgt der Selbstfinanzierungsgrad bei Investitionen weniger als 100% bedeutet dies eine Neuverschuldung. Im Jahr 2010 konnte die Kirchgemeinde nur gerade 15,31 % der Investitionen selber finanzieren. Da in den letzten Jahren der Selbstfinanzierungsgrad über 100% lag, konnten Schulden amortisiert werden und eine Neuverschuldung ist verkraftbar.

Investitionen

Es wurden 2010 Nettoinvestitionen getätigt in der Höhe von Fr. 423‘826.13. Der grösste Anteil der Kosten in der Höhe von Fr. 261‘828.15 verursachte die behindertengerechte Umgestaltung des Kirchgemeindehauses in Schönenwerd. Im Pfarrhaus Obergösgen wurde die Ölheizung durch eine Wärmepumpe ersetzt. Bei der Kirche Lostorf wurden die Aussenfassade und die Heizung inkl. Heizungssteuerung saniert.

Aus dem Bericht des Interimspräsidenten Samuel Baumann
An der letzten Kirchgemeindeversammlung ist die neue Kirchgemeindeordnung angenommen worden. Dies bedeutet, dass die vier ursprünglichen Pfarrkreise nicht mehr vorgeschrieben sind. Die einzelnen Ortskirchen sollen enger zusammenwachsen, um bei gleichbleibender Stellenzahl Einsparungen bei den Stellvertretungen, Amtswochenvertretungen und gemeinsamen Anlässen zu erzielen. An der März-Sitzung hat der Kirchgemeinderat über die neue Arbeitsaufteilung im Gemeindegebiet entschieden, und hat damit grünes Licht für eine 40% Pfarrstelle in Niedergösgen gegeben.  Die neue Arbeitsaufteilung wurde von einer starken Minderheit im Rat nicht unterstützt. Der Kirchgemeinderat hat entschieden, dass die Problematik mit der Arbeitsaufteilung in der Kirchgemeinde erst dann grundlegend analysiert und bereinigt wird, wenn der neue Kirchgemeindepräsident im Amt sein wird.

Die Kommission für den Religionsunterricht mit Heidi Compeer, Rita Steiner und Iris Schönbucher leistet eine wertvolle Arbeit zur Planung und Koordination des Religionsunterrichts. Eine Arbeitsgruppe mit allen Hausverwaltern unter der Leitung von Hans Rudolf Nussberger arbeitet an der Vereinheitlichung des Reglements über die Verwaltung und Benützung der kirchgemeindeeigenen Liegenschaften.

Ausblick

Ein ganz wichtiges Anliegen ist, dass wir einen geeigneten Kirchgemeindepräsidenten finden, der mit viel Weisheit und Einfühlungsvermögen die anstehenden Herausforderungen meistert.

Nach der Sommerpause wird voraussichtlich eine Nachfolgerin oder ein Nachfolger für das Pfarrehepaar Graf gefunden werden. Irma Menzi, Gemeindehelferin, wird auf ihren Wunsch etappenweise pensioniert: Per 31.8.2011 in Däniken-Gretzenbach und auf Ebene Gesamtkirchgemeinde und per 31.12.11 in Schönenwerd/Eppenberg-Wöschnau.

Th.G 11.07.2011