Evangelisch-Reformierte Kirchgemeinde Niederamt

Budget-Kirchgemeindeversammlung vom 10. Dezember in Schönenwerd

Trotz der prognostizierten Mehreinnahmen bei den Steuern, weist der Voranschlag 2009 einen Aufwandüberschuss von Fr. 9'618. - auf. Dies stellt aber kein Problem dar, da die Kirchgemeinde Niederamt auf einer gesunden finanziellen Grundlage steht. Frau Simmen erläutert die einzelnen Positionen. Für 2009 sind Investitionen von rund Fr. 72'060. - vorgesehen. Im Kirchgemeindehaus Schönenwerd muss die Blitzschutzanlage erweitert und der Brandschutz verbessert werden. Im Pfarrhaus Däniken müssen die Fenster, Wände und das Dach isoliert werden. Der Voranschlag 2009, die Investitionsrechnung sowie der vorgeschlagene Steuerfuss von 17% wurden einstimmig von der Kirchgemeindeversammlung genehmigt.

Sanierungen in Schönenwerd und Niedergösgen
Im Kirchgemeindehaus Schönenwerd wurden die Lichtschächte gestrichen. Die Räume im Untergeschoss wirken dadurch viel heller und freundlicher. Die Sanierungsabrechnung konnte mit einer Kreditunterschreitung von Fr. 900. - abgeschlossen werden. Im Pfarrhaus Niedergösgen mussten verschiedene Sanierungsarbeiten ausgeführt werden. Der grösste Posten war die Instandstellung der steil abfallenden Böschung. Diese Sanierungsabrechnung weist eine Kreditunterschreitung von Fr. 2'068.25 aus. Beide Abrechnungen werden von der Kirchgemeindeversammlung genehmigt.

Aus dem Halbjahresbericht des Präsidenten
Mit der Familie Sandmeier konnte für das Haus an der Tiergartenstrasse 1 in Schönenwerd ein idealer Mieter gefunden werden. Herr und Frau Sandmeier sind am 1. August eingezogen und schon bald zeigten sich erste Veränderungen rund um die Liegenschaft. Es wurde aufgeräumt, geflickt und gepflegt. So sah das Haus an der Tiergartenstrasse bereits nach kurzer Zeit wieder bewohnt und belebt aus. In Däniken musste die Heizung des Pfarrhauses saniert werden. Die alte Ölheizung hatte ausgedient und wurde durch eine Luft/Wasser - Wärmepumpe ersetzt. Obwohl die Investition etwas höher ist für ein solches System, zahlt es sich durch den geringeren Zukauf von Fremdenergie aus. Gut die Hälfte der erzeugten Wärme wird aus der Aussenluft gewonnen.

Restrukturierung der Kirchgemeinde Niederamt
Das Hauptthema, das den Kirchgemeinderat seit Beginn des Jahres beschäftigte, ist die Restrukturierung unserer Kirchgemeinde. An der Klausurtagung im Sommer 2008 wurden in unterschiedlichen Diskussionsrunden verschiedene Szenarien und Lösungsansätze diskutiert. Es war unbestritten, dass durch die stetigen Austritte sich unsere Kirchgemeinde stetig verkleinert. Die so entstandenen Lücken bei den Steuereinnahmen konnten glücklicherweise mit Mehreinnahmen dank der guten Wirtschaftlage kompensiert werden. Es hat sich bald gezeigt, dass ein möglicher Lösungsansatz zur Verhinderung zukünftiger finanzieller Engpässe die Verkleinerung von vier auf drei Pfarrämter ist. Dies bedingt eine Umverteilung der Zugehörigkeiten der Ortsgemeinden in drei neue Pfarrkreise. Eine Verkleinerung auf drei Pfarrämter hat aber nicht nur Konsequenzen auf die Arbeit der drei verbleibenden Pfarrer, sondern wirkt sich auch auf die einzelnen Ortsgemeinden aus. Einiges muss neu organisiert werden, auf anderes muss teilweise oder ganz verzichtet werden. Natürlich ist dem Kirchgemeinderat bewusst, dass die Ortsgemeinden sehr individuelle Gemeindeaktivitäten haben, daher gelangte er im November an alle Ortskirchenpflegen mit der Bitte, verschiedene Punkte - Zusammenarbeit der Ortskirchenpflegen, wie werden die neuen Pfarrkreise formiert und organisiert, ect. - zu diskutieren und dazu im Sinne einer Ideensammlung Stellung zu nehmen. Der Kirchgemeinderat hofft so, weitere gute und konstruktive Ideen und Vorschläge aus den Ortsgemeinden zu erhalten. Er wird die eingegangenen Vorschläge im März 2009 beraten. Vielleicht kann der Kirchgemeinderat bereits an der nächsten Gemeindeversammlung etwas Konkreteres über eine mögliche neue Struktur sagen. Natürlich wird aber die Zeit bis im nächsten Sommer nicht ausreichend sein, um eine fixfertige Lösung vorzulegen. Deshalb wird an der Januarsitzung des Rates über kurzfristige Massnahmen beschlossen; zum Beispiel die Weiterführung des Pfarramtes Niedergösgen/Stüsslingen-Rohr im Verweseramt (also ohne gewählten Pfarrer) in einem befristeten Zeitraum, die Organisation von Religions- und Konfirmandenunterricht und mehr. Der Kirchgemeinderat wird sich bemühen, die in unserer Kirchgemeindeordnung verankerten Aufträge für den Pfarrkreis Niedergösgen/Stüsslingen-Rohr zu gewährleisten, so lange noch keine Änderung derselben beschlossen ist. Mit dem Verweseramt haben wir hingegen die Möglichkeit in naher Zukunft die Strukturen zu ändern, ohne dass wir an eine Amtsperiode gebunden sind. Der Kirchenrat wird über weitere Schritte laufend informieren.

Verschiedene Dienstjubiläen
Nächstes Jahr sind aber auch noch andere Ereignisse in unserer Kirchgemeinde wichtig. Es stehen gerade mehrere Dienstjubiläen an: Pfarrer Michael Schoger aus Obergösgen, der am 1. März 2009 sein 25-jähriges, die beiden Katechetinnen Doris Döbeli und Susanne Stegmann, die im April 2009 das 20-jährige, Pfarrer Daniel Müller aus Däniken, der am 1. Mai 2009 sein 10-jähriges und Heinz Klarer, Sigrist in Schönenwerd, der am 1. Februar 2009 sein 10-jähriges Jubiläum feiern dürfen. Pfarrer Daniel Müller hat nach 10 Dienstjahren Anspruch auf einen Studienurlaub. Er wird diesen voraussichtlich in der Zeit von Mai - August 2009 beziehen.

Sanierung der Orgel in Däniken
Die Orgel in der Kirche Däniken ist die einzige, traditionelle, klassische Orgel, die im Besitz der Kirchgemeinde Niederamt ist. Die Kosten für eine umfassende Sanierung und Erweiterung werden sich auf rund Fr. 240'000. - belaufen. Geplant ist diese Sanierung mit Fr. 140'000. - aus eigenen Mitteln zu finanzieren und für die weiteren Fr. 100'000. - Sponsoren zu gewinnen. Die Sanierung ist für das Jahr 2010 geplant.
Frau Corina Salvisberg aus Schönenwerd wird als Ersatzmitglied der Synode gewählt. (Th.G.)

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