Schiltwald (Schmiedrued)

Evangelisch-Reformierte Kirche Rued

megaphoneLeserbeitrag aus Schiltwald (Schmiedrued)Schiltwald (Schmiedrued)

Aktuelle Geschäfte an der Kichgemeindeversammlung

Trotz weltweiter Krise geht es der Evangelisch-Reformierten Kirche Rued finanziell noch ganz gut. Dies und weitere aktuelle Geschäfte konnten die 32 interessierten Kirchgemeindemitglieder am vergangenen Sonntagmorgen gemeinsam bearbeiten und besprechen, bei der Kirchgemeindeversammlung im Kirchgemeindehaus Rued.

Einlage des Ertragsüberschusses ins Eigenkapital: Der Ertragsüberschuss in der „Kirchenkasse" von fast 13'000.- Franken ist auf unerwartet hohe Steuereinnahmen zurückzuführen. Dieser Überschuss soll ins Eigenkapital eingelegt werden, so entscheidet sich die Kirchgemeinde. Ausserdem konnte der benötigte Finanzausgleich des Kantons massiv gesenkt werden. Das ist mitunter ein Garant für eine weiterhin eigenständige, selbstbestimmte Verwaltung der Kirchgemeinde Rued.

Lücken im Pfarramt und in der Kirchenpflege: In der Kirchenpflege wird schon seit einiger Zeit ein weiteres Mitglied gesucht. Wünschenswert ist ein Mann aus Schlossrued. Im Moment besteht das Team aus sechs Frauen und einem Mann. Präsidentin ist Iris Hedinger von Schmiedrued. Jedes Gemeindemitglied, das sechzehn Jahre alt ist, kann grundsätzlich in die Kirchenpflege gewählt werden. Pfarrer Andreas Dieckow ist seit mehreren Monaten arbeitsunfähig infolge starker Rückenbeschwerden. Im Moment wird er von verschiedenen Berufskollegen vertreten. Am kommenden Sonntag wird der ehemalige pensionierte Pfarrer von Rued, Samuel Leuenberger von Gerzensee, den Gottesdienst abhalten. Vorerst bis zu den Sommerferien vertritt Theologin Fabienne Steiner von Schlossrued den Pfarrer. Er hofft, dass er so schnell wie möglich sein Amt wieder aufnehmen kann. Was ist eine Herde ohne ihren Hirten? Die Kirchenpflege hat darüber diskutiert und informiert, dass sie weitere Pfarrstellen-Prozente in Erwägung zieht. Bei einer Gemeinde mit 1'700 Mitgliedern ist es legitim, jemanden weiteren neben dem Pfarrer einzustellen.

Sorgenkind „reformiert": Die Synode hat beschlossen, dass die Gemeinden ab Mitte 2009 die Zeitung „reformiert." abonnieren müssen. Die Kirchgemeinde Rued kann es sich finanziell nicht leisten, daneben trotzdem noch ihr geliebtes „sChilefänschter" herauszugeben. Die Gemeindemitglieder bedauern dies sehr. Bisher haben 270 Haushalte ihr Abo für „reformiert." gekündigt. Es hat ihnen nicht gefallen und die Artikel seien weder besonders aktuell noch entsprechen sie dem Sinn des Zielpublikums, jedenfalls im Ruedertal. Wenn dies Schule macht, kann sich die Gemeinde mit den gesparten Abo-Kosten vielleicht das sehnlichst vermisste „sChilefänschter" wieder leisten! Bis dahin wird alle zwei Monate ein Flugblatt über die Kirchlichen Aktivitäten erscheinen und in alle Haushalte verteilt.

Aktive Kirchgemeindemitglieder: Trotz der Tatsache, dass längst nicht alle Gemeindemitglieder zur Kirchgemeindeversammlung kommen, in besagtem Fall waren es 32 Mitglieder, lebt diese Versammlung von aktiven Kirchgemeindemitgliedern. Viele melden sich zu Wort und machen ihre Meinungen unverblümt bekannt, was ihr gutes Recht ist. Das Ergebnis ist, dass bearbeitet werden kann, was bewegt und dass die Versammlung, welche mehr als eine Stunde dauert, wirklich nicht langweilig wird. (tjo)

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