Olten

Es muss nicht immer beim Schulwissen bleiben

megaphoneLeserbeitrag aus OltenOlten
Die traditionsreiche Spezial- und Kurswoche an der Kantonsschule Olten ging in der letzten Septemberwoche über die Bühne.

Die traditionsreiche Spezial- und Kurswoche an der Kantonsschule Olten ging in der letzten Septemberwoche über die Bühne.

In der Woche vom 23. bis 27. September wurde an der Kantonsschule Olten wiederum die traditionsreiche Spezial- und Kurswoche durchgeführt. Alle ersten Klassen erlebten eine Gemeinschaftswoche mit ihrer Klassenlehrperson. Auch dieses Jahr war diese Woche eine willkommene Abwechslung zum Schulalltag.

Im 3. Gymnasium konzentriert sich diese Woche auf die Vertiefung des Schwerpunkts des jeweiligen Profils. Für die Klassen des N-Profils wurde eine Woche in Giglio (Italien) angeboten, in welcher die Marine Biologie im Zentrum stand. Andere Angebote waren ein Praktikum an einer Forschungsstätte der Uni Zürich oder der ETH Zürich, eine Astronomie Woche oder die Möglichkeit, während einer Woche einen intensiven Einblick in die naturwissenschaftliche Forschung zu erhalten. Elf Schülerinnen und Schüler haben sich für das letzte Thema entschieden, welches unter der fachkompetenten Leitung von Viktoria Langadaki, Christine Krinn und Anna Furrer durchgeführt wurde. Den Leiterinnen der Schwerpunktwoche war es ein besonderes Anliegen, den Jugendlichen aufzuzeigen, wo die im Unterricht vermittelten Bereiche der Chemie, Physik und Biologie in der Forschung zur Anwendung kommen. Morbus Alzheimer, ein aktuelles Problem der heutigen Gesellschaft, diente als Ausgangspunkt der Forschung während dieser Woche.

Die Gymnasiasten befassten sich mit der Frage, wie in der Forschung gearbeitet wird und was in der Forschung gegenwärtig läuft. Es wurde ihnen erklärt, wie die Alzheimerforschung sich Modellorganismen wie den Zebrafisch oder die Drosophila zu Nutze macht und wie Mäuse eingesetzt werden. Auch die Entwicklung von Medikamenten und verschiedene Diagnoseverfahren wurden den Lernenden vertraut gemacht. Den Jugendlichen wurde sehr bald bewusst, dass der Interdisziplinarität in der Forschung eine zentrale Funktion zukommt. Es blieb den Lernenden auch genug Zeit, eigenen Fragen nachzuforschen. So wollten sie unter anderem wissen, was im Gehirn von Alzheimerpatienten passiert, wie gewisse Medikamente sich auf den Körper auswirken und wie kognitive Funktionen überhaupt „gemessen“ werden können. Das theoretische Wissen wurde mit einem Praktikum mit Professor Andreas Vaterlaus, Physiker an der ETH Zürich, im Gebiet der Rastertunnelmikroskopie vertieft. Ausserdem verbrachten die Gymnasiasten einen Tag am SNI (Swiss Nanoscience Institute) in Basel und sie haben auch die Rehapraxis rotweiss in Solothurn besucht, wo sie die Neurofeedback Therapie kennenlernen konnten.

Die Rückmeldungen der Gymnasiasten am Ende der Schwerpunktwoche waren durchwegs positiv, was bei einem so spannenden Thema und dem abwechslungsreichen Programm nicht verwunderlich ist. Wer von uns möchte da nicht auch mal wieder die Schulbank drücken oder an einer Exkursion teilnehmen?

Astrid Kieser

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