Kleindöttingen (Böttstein)

Es kommt Besuch – und keiner ist vorbereitet!

megaphoneLeserbeitrag aus Kleindöttingen (Böttstein)Kleindöttingen (Böttstein)
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Zum Gottesdienst am vergangenen Sonntag waren alle Gläubigen herzlich eingeladen, ganz besonders aber die Kinder der 1. Klasse.

Janine Vonderach, Susi Rey und Daniel Burger werden die Kinder in den nächsten Wochen und Monaten bei sich zu Hause in kleinen Gruppen unterrichten, darum der Name HGU - Heimgruppenunterricht. Sie erwarteten die 16 aufgeregten Kinder, 4 Mädchen und 12 Buben, voller Spannung in der Marienkapelle. Sie zogen zusammen mit der Gemeindeleiterin Christina Burger ein und stellten sich um den Altar. Christina Burger begrüsste die Pfarreiangehörigen und ganz besonders die Kinder und wollte mit dem Gottesdienst beginnen, doch ... nichts war parat! Sie wurde unterbrochen von der HGU-Verantwortlichen Silvia Kaiser, die einwarf: „So können wir doch nicht feiern, nichts ist parat: Die Kerzen brennen nicht, kein Adventskranz schmückt an diesem 1. Adventssonntag die Kirche, keine Liedblätter sind verteilt, die Ministranten fehlen und an der Orgel sitzt auch niemand! Und zudem erwarten wir doch Besuch: Der liebe Gott wollte doch heute zu uns in die Antoniuskirche kommen!"

Die Kinder waren sofort damit einverstanden, bei den Vorbereitungen noch mitzuhelfen. Janine Vonderach zündete mit ihrer Gruppe die Kerzen an, Daniel Burger holte mit seinen Kindern den Adventskranz, und die restlichen Kinder verteilten zusammen mit Susi Rey den Besucherinnen und Besuchern die Liedblätter. Marco holte die Ministranten aus der Sakristei und Liam machte sich auf die Suche nach der Organistin, einer Person mit Noten in den Händen. So war dann im Nu alles feierlich hergerichtet, und Christina Burger konnte mit dem Gottesdienst beginnen.

Wenn Besuch angesagt ist, wird geputzt, geplant und dekoriert
Daniel Burger erzählte folgende Geschichte: Einem Mann kündigte Gott an, dass er zu ihm zu Besuch kommen werde. Da wurde der Mann riesig aufgeregt, denn überall herrschte Unordnung und nichts war geputzt. Da öffnete dieser die Fenster und rief hinaus, dass ihm ein paar Leute helfen sollten. Ein einzelner Mann kam ihm dann tatsächlich zu Hilfe und sie putzten, schrubbten und räumten auf - den ganzen Tag! Schlussendlich deckten sie noch den Tisch. Sie hatten es geschafft und der Mann meinte: „So, jetzt sollte Gott aber kommen, wir sind parat!" Der andere Mann sagte dann ganz gelassen: „Ich bin ja da! Schon die ganze Zeit!"

So steht es auch in der Bibel: Jesus sagte zu seinen Jüngern: „Seid wachsam, denn ihr wisst nie, wann er kommt!" Christina Burger erzählte, dass sie einmal Besuch einer lieben Freundin erwartete, die sie lange nicht mehr gesehen hatte. Für diesen Tag wollte sie etwas Feines kochen, aufräumen, das Bad putzten; alles sollte tiptop sein. Doch als die Freundin dann eintraf, war sie „fix und fertig", sodass sie gar nicht mehr recht mitbekam, was die Freundin alles erzählte.

Wachsam sein im Advent – und dann das Weihnachtsfest geniessen
Christina Burger meinte dazu, dass wir doch vielfach alles schön vorbereiten und dekorieren wollen, auch für das grosse Weihnachtsfest! Sinnvoller wäre es doch, sich in der Adventszeit ruhig darauf vorzubereiten, damit man das eigentliche Fest dann geniessen kann und nicht vor Erschöpfung keine Lust mehr dazu hat.

Pinwände für die „Bhaltis" aus den Religionsstunden
Freudig nahmen die Mädchen und Buben am Schluss des HGU-Eröffnungsgottesdienstes ihre Untiwand entgegen. Aus jeder Stunde werden sie etwas Kleines mit nach Hause nehmen, das sie dort anstecken und so ihre dekorative Wand mit Religion schmücken können. (sk)

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