Über 100 Personen – darunter Regierungsrat Urs Hofmann, AGV-Präsident Kurt Schmid und 14 Grossräte – folgen der Einladung des Hightech Zentrums Aargau zum Jahresanlass 2017. "Aargau innovativ" lautet das Motto. Präsentiert werden ausgesuchte Innovationsprojekte. Das Podiumsgespräch macht die unterschiedlichen Ansichten von Bund und Kanton deutlich. Fazit des AGV-Präsidenten: "Es braucht das Hightech Zentrum – auch in Zukunft."

Die Aufgaben des Hightech Zentrums Aargau sind komplex, schwer kurz zusammenzufassen. Jürg Zwahlen, VR-Präsident der Birchmeier Sprühtechnik AG trifft ins Schwarze, wenn er am Jahresanlass sagt: "Das Hightech Zentrum funktioniert wie ein GPS." Er nimmt dabei Bezug auf seine Zusammenarbeit mit dem Hightech Zentrum Aargau, die ihm eine planmässige Orientierung gegeben hat, in «Gegenden», die er noch nicht kannte.

Die Arbeit trägt Früchte

Der Jahresanlass 2017 vom 2. Mai ist der vierte in der noch jungen Geschichte des Hightech Zentrums Aargau. Verwaltungsratspräsident Anton Lauber belegt anhand von Zahlen, was genau das Hightech Zentrum bewirkt und leistet: Insgesamt sind 750 Innovationsprojekte gestartet worden – hauptsächlich mit KMU; davon haben alleine 150 Projekte in Zusammenarbeit mit einer Hochschule ein Projektvolumen von rund 20 Mio. Franken ausgelöst. Geld, das vor Ort in neue Produkte investiert wird.
Der Präsident des Aargauischen Gewerbeverbandes (AGV) Kurt Schmid, von Anfang an ein kritischer Beobachter des Hightech Zentrums, stellt fest, dass man einer neuen Firma rund fünf Jahre Zeit geben muss, bis sich ein möglicher Erfolg einstellt. Dass das dem Hightech Zentrum Aargau bereits nach vier Jahren gelingt, sei erstaunlich. "Wir spüren den Erfolg des Hightech Zentrums", sagt Schmid an der Podiumsdiskussion.

Valérie Donzel, Ressortleiterin Regional- und Raumordnungspolitik im Staatssekretariat für Wirtschaft SECO, stellt fest, dass die Innovationslandschaft in der Schweiz vielfältig ist und appelliert auf dem Podium an die lokale Verantwortung. Sie bestätigt dem Aargau, dass er diesbezüglich gut aufgestellt ist. Regierungsrat Hofmann unterstreicht: "Wir sind ein positiver Sonderfall." Und zeigt auf, dass der Aargau kein Anhängsel anderer Kantone ist und das Hightech Zentrum Aargau interkantonal eine hervorragende Performance liefert.

Die vorgestellten Innovationsvorhaben demonstrieren exemplarisch den grossen Wirkungskreis des Hightech Zentrums Aargau. Max Ulrich (Camille Bauer Metrawatt AG) zeigt, wie man Strom mit einfachsten Mitteln exakt messen kann; Martin Ostermaier und Maria Waldhoer (InterAx Biotech AG) erklären wie man menschliche Zellen am richtigen Ort trifft, damit ein Medikament seine Wirkung optimal entfalten kann und Jürg Zwahlen (Birchmeier Sprühtechnik AG) legt dar wie man Tragegurten verbessern kann. Ob Low- oder Hightech: "Allen Projekten ist eines gemeinsam…", konstatiert Martin Bopp, Geschäftsführer des Hightech Zentrums Aargau, zum Schluss "… sie zeigen auf, wie wichtig Vernetzung ist."