Den Verein Schlossmühle Rued gibt es seit einem Jahr. Längst haben aber Vorstand und aktive Mitglieder das Zepter über verschiedene kulturelle Veranstaltungen in Schlossrued übernommen und entlasten damit Gemeinderat und Kulturkommission. An der 1. Generalversammlung nahmen 33 Mitglieder teil - sie fand in der Mühle statt.

Insgesamt zählte Werner Brönnimann, Präsident des Vereins Schlossmühle Rued, 72 zahlende Mitglieder, 33 waren anwesend, genau gleich viele wie anlässlich der Gründungsversammlung vom 9. Februar 2008. Vorab entschuldigte er sich wegen des kalten Wetters. Ein Ausweichen in den benachbarten «Storchen» war nicht möglich, da dort alle Räumlichkeiten besetzt waren. Brönnimmann stellte aber in Aussicht, dass inskünftige Generalversammlungen dort abgehalten würden. Allerdings brachte dann der Verlauf des Abends eine unerwartete Wende. Nachdem alle die wärmenden Eigenschaften von Käthis würziger Mehlsuppe spürten, empfahl Kurt Fuhrer dem Vorstand, doch an der Mühle als Versammlungsort festzuhalten. Allenfalls müssten die Teilnehmenden halt die wärmeren Schuhe anziehen. Aber der Verein Schlossmühle gehört nun mal in die Mühle, und diesem Vorschlag stimmte der Vorstand noch am gleichen Abend zu. «Wer möchte, kann ja nachher noch immer in den Storchen wechseln.»

Verein wird zum kulturellen Mittelpunkt
Bereits organisiert hat der Verein Schlossmühle Rued im ersten Vereinsjahr den Chriesi-Tag im Frühsommer und den Öpfeltag im Herbst, verbunden mit dem 350-Jahr-Jubiläum der Mühle. Werner Brönnimann blickte mit Begeisterung darauf zurück, war doch die Feldbäckerei Full-Reuenthal zu Gast, und die Dreschmaschine war im Einsatz. Der Verein hat übrigens ein erstes historisches Stück angeschafft, einen Claas-Mähdrescher des Jahrgangs 1967. Der Vorstand sucht nun nach originellen Ideen der Refinanzierung.
Zusammenarbeit mit dem Restaurant «Storchen»
Heinz Haller stellte das Jahresprogramm 2009 vor. Am 23. Mai findet der nationale Mühlentag statt mit Marktbetrieb. Dabei will man sich «aufs Glatteis» begeben und die Zusammenarbeit mit dem Restaurant Storchen suchen. Dieser Mühletag wird anstelle des Chriesitages durchgeführt, und damit «konnten wir uns von Lasten befreien, denn die Kirschen zogen es in den letzten Jahren vor, nicht auf den Chriesitag hin reif zu werden».
Das Datum der Getreideernte im Juli oder August kann erst kurzfristig festgelegt werden. Es werden wieder Bindemäher und Mähdrescher im Einsatz stehen, die Besucher werden verpflegt.
Zu einem kleinen Volksfest soll inskünftig die traditionelle Bachputzete mit Unterhalt der Wasserwerke werden. Imbiss und Getränke werden zur Verfügung gestellt, die ersten Ansätze zum geselligen Grossereignis haben sich bereits letztes Jahr abgezeichnet. Der Öpfeltag am 10. Oktober bildet die Schlussveranstaltung. Die nächste Generalversammlung findet am 12. Februar 2010 statt.

Traktanden zügig abgetragen
Hauptpunkt der Generalversammlung galt den Statuten, die in der heutigen Form genehmigt wurden. Die Rechnung - sie wurde von Martin Schlatter kommentiert - sieht gut aus. Die Mitgliederbeiträge erreichten den Betrag von 2325 Franken, dazu kam der Gönnerbeitrag einer in Amerika lebenden Heimwehruedertalerin von 200 Franken. Dank der Festivitäten während des Jahres resultierte ein Reingewinn von 4576 Franken. Der Mitgliederbeitrag von 35 Franken pro Einzelmitglied und 60 Franken pro Ehepaar wurde bestätigt.
Kaffee und feines Gebäck - von Anna auf der Hohliebi gebacken - rundeten den Abend ab. Auf den Heimweg mitnehmen durfte jeder Versammlungsteilnehmer ein Kilo Mehl aus der Schlossmühle, gespendet von einem nichtgenanntseinwollenden Mitglied.