Bad Zurzach

Erntedankfest der FEG Unteres Aaretal

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Besonderes Fest

Wie jedes Jahr feierte die FEG Unteres Aaretal am 23. Oktober das Erntedankfest. Dazu hatte Liz Meder am Sonntag zuvor aufgerufen, dass jeder etwas zu diesem Thema mitbringen solle.
Auf der Bühne im vorderen Veranstaltungsraum war eine Art Holzgerüst aufgebaut worden, worauf all das Mitgebrachte angebracht und hingelegt wurde. So entdeckte man grosse, gemalte Weintrauben, Fotos von verschiedenen Früchten,
Aehren, Worte wie Läbe, Arbeit und auf dem Boden grosse Kürbisse.
Zum Anfang las der Vorredner, Herr Daniel Füllemann, Psalm 100 aus der Bibel vor, in dem der Psalmist uns auffordert, Gott für all sein Tun zu loben und ihm zu danken.
Mit der Frage, wofür wir Gott denn danken könnten, forderte Herr Füllemann die Kinder auf, nach vorne zu kommen und auf einer Papierwand einige Dinge zu zeichnen, die das Publikum erraten sollte.
Und die kleinen Sonntagsmaler zeichneten einen Kuchen, der das tägliche Essen bedeuten sollte, eine Uhr für die Zeit, ein Schloss für Sicherheit, Familie für Bewahrung, ein Bett für die tägliche Ruhe, auch eine Münze als Symbol für Kaufkraft.
Der Rettungsring, der einem Ertrinkenden zugeworfen wurde, liess erkennen, dass auch Hilfe im täglichen Leben nicht selbstverständlich ist.
Nach dieser Einleitung vernahm das Publikum die Geschichte vom unzufriedenen Bauern, der klagend zu Gott ging, um sich über das Wetter zu beschweren.
"Wenn du so gross und mächtig bist, dann solltest du doch machen können, dass es nicht zu viel regnet, wenn der Weizen reif ist. Er verfault mir, greif ein, wenn die Sonne zu stark scheint, die Aehren verdorren sonst.
Warum machst du nichts, wenn die Tiere meine Ernte wegfressen?....".
Die Bilder an der Leinwand zeigten dem Zuschauer den erbosten Kerl, wie er händeringend vor Gott steht und seinen Aerger loswird. "Lass mich das Wetter machen!" Gott überlegt und sagt zu. Glücklich kehrt der Bauer nachhause zurück
und teilt die Sonne und den Regen ein. Alles gedeiht prächtig. Als der Bauer dann zur Ernte eilt, stellt er mit Schrecken fest, dass die Aehren leer sind. Wieder rennt er zu Gott und klagt ihm sein Leid.
"Na ja, du hast den Wind vergessen, der hilft, dass alles bestäubt wird....", antwortet dieser.
Und plötzlich entdeckt der Bauer, dass es doch besser ist, wenn Gott sich um das Wetter kümmert.

Mit einem Blick auf die vielen Gaben, die auf der Bühne liegen, äussert der Pastor, Roger Nufer seine Freude über die Grosszügigkeit Gottes. Die Vielfalt an Gaben, an Fähigkeiten, die Gott uns Menschen gibt, ist gross und führt über Freude zu Dankbarkeit. Mit der Geschichte aus 5. Mose, Kap. 8 erzählt er die Geschichte des Volkes Israel, das nach 40 Jahren Wüstenwanderung vor dem gelobten Land steht. Gott mahnt das Volk, nicht zu vergessen, wie er in dieser langen
Zeit für sie alle gesorgt hatte. Sie hatten jeden Tag genug zu essen und zu trinken, ihre Kleider sind nicht zerfallen, die Füsse nicht geschwollen....und nun stehen sie vor dem gelobten Land. Trotz aller Schwierigkeiten am Ziel.
Doch wir Menschen vergessen schnell, dankbar zu sein. Dankbar für alles, was Gott uns täglich schenkt.
"..und hüte dich, dass dein Herz sich nicht überhebt und du den Herrn, deinen Gott, vergisst..." 5. Mose 8,14.
Herr Nufer verwest auf die Grundhaltung jedes einzelnen, der im täglichen Alltagskampf stolz auf seine
Leistungen ist. Es braucht den Willen zum Ausführen der Arbeiten, doch ohne Gott wäre ein Gelingen gar nicht möglich, da er die Rahmenbedingungen dafür schenkt.
"Wirst du aber den Herrn, deinen Gott vergessen und anderen Göttern nachfolgen..." (Vers 19). Der Pastor nennt einige "Götter", die unsere Aufmerksamkeit im Alltag in Anspruch nehmen.
Es kann der Fernseher, der Computer, die Arbeit, das Geld, eine jegliche Sache, die uns zu sehr bindet, zu einem Götzen werden.

Zum Schluss verglich Herr Nufer die 40-jährige Wüstenwanderung der Israeliten mit der Sehnsucht nach Erlösung und einer Heimkehr
aus der Fremde, die für uns durch Jesus Christus mit dem Tod am Kreuz bereits erledigt wurde.
Gott hat uns mit dieser Tat den Himmel, das gelobte Land nahe gebracht. Wir können das Geschenk annehmen.

Nach der Predigt wurden alle Besucher in die oberen Räumlichkeiten zu einem Mittagessen eingeladen.

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