Holziken

Erinnerung an aktive Zeit

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Holziken: 8. Generalversammlung der Feuerwehr-Oldies Schöftland-Staffelbach-Holziken

Wer bei «Feuerwehr-Oldies» ausschliesslich an ausgemusterte Feuerwehrfahrzeuge oder historische Löschgeräte denkt, hat eines vergessen: Die Feuerwehrleute, die unter Einsatz ihres eigenen Lebens das von anderen retten.

aw. Nur im Team funktioniert die Feuerwehr effektiv. Nach dem Ausscheiden aus dem aktiven Dienst steht die Pflege von Kameradschaft und Freundschaft unter den Ehemaligen im Vordergrund, so auch bei den Feuerwehr-Oldies aus Schöftland, Staffelbach und Holziken. Gemeinsame Unternehmungen und Schwelgen in den Erinnerungen stehen auf der Veranstaltungsliste. Dazu gehören auch Besuche von Feuerwehrübungen der Regiowehr Suhrental in den angeschlossenen Gemeinden Schöftland, Staffelbach und Holziken. Der Kontakt zur aktiven Mannschaft soll erhalten bleiben.

Der Verein Feuerwehr-Oldies Schöftland, Staffelbach und Holziken zählt inzwischen 57 Mitglieder, zwei mehr als vor einem Jahr, drei Neue sind hinzugekommen, einer ist ausgeschieden. Mindestens 3 Jahre aktiver Feuerwehrdienst und ein mindest Alter von 44 Jahren sind die Voraussetzung, und schon darf man sich das neu kreierte Beitragsformular zusenden lassen, inklusive eines frankierten Kuverts für die Rückantwort. Auch die Kasse stimmt, am Rechnungsbericht von Kassier Reinhard Schaffner (Staffelbach) gab es nichts anzukreiden. Ohne finanziellen Rückhalt lässt sich ein anspruchsvolles Jahresprogramm nicht abwickeln. Mit den Mitgliedbeiträgen allein ist das nicht machbar. An verschiedenen Anlässen wie dem Schöftler Weihnachtsmarkt oder bei Gewerbeausstellungen sind sie präsent. Das Jahresprogramm 2010/11 sieht die Besichtigung der Sondermülldeponie Kölliken, den Besuch einer Schnapsbrennerei und Treberwurstessen am Bielersee als High Light vor.

Technisch gehen die Oldies mit der Zeit. Den Jahresbericht legte Präsident Urs Siegrist (Schöftland) in Form einer Microsoft Powerpoint auf dem Laptop vor. Einladungen werden per elektronischer Post versendet. Mehr als 50% der Mitglieder kommunizieren über das Internet. Für die Berichterstattung zeichnet sich niemand anders als die Schöftler Gemeinde- und ehemalige Grossrätin Elsbeth Kaufmann verantwortlich. Das Jahr 2009 hatte einige Höhepunkte zu verzeichnen, darunter äusserst sportliche, wie Kegeln mit dem Präsidenten als Sieger und Curling, das erst eine einstündige Instruktion erforderte, bevor der Wettkampf begann. Auch Überraschungsanlässe wurden organisiert, überraschend im letzten Jahr war nicht nur das Reiseziel, auch der Stromausfall am Zielort. Der Vereinselektriker hatte den Notfall schnell im Griff. «Hühner schmecken gebraten mit Licht einfach besser als roh im Dunkeln» merkte der Präsident dazu an.

Damit die Kameradschaft nicht unter Magenknurren litt, gehörte ein feines Nachtessen zum Programm der GV. Zur Garnierung des Desserts zauberte Urs Siegrist die Aufzeichnung einer Chaufeurenübung von 1991 aus seinem Filmarchiv: Handlung Autorettung, Drehort Sandgrube Schöftland. Der ehemalige Atemschutzoffizier Siegrist wagte sich gar mutig an die brennenden und qualmenden Autos, aus denen laut Übungsdrehbuch eingeschlossene Personen zu retten waren. Nach dem traditionellen Präsidentenwitz zum Ende der Versammlung erinnerte Urs Siegrist an die anstehenden Wahlen im nächsten Jahr. Vorstand und Revisoren beabsichtigen, sich der Wiederwahl zu stellen. Für 2014 kündigte der Präsident allerdings seinen Rücktritt an. Gleichzeitig wandte er sich an die Anwesenden, über eine Kandidatur nachzudenken, Nachfolge will eben geregelt sein. (awe)

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