Neuendorf

Erfrischendes Ständchen zum Muttertag

megaphoneaus NeuendorfNeuendorf

Seit Jahren ist es eine vom Gemischten Chor Neuendorf hochgehaltene Tradition, den Müttern am Vorabend zum Muttertag in Neuendorfs Pfarrkirche ein Ständchen zu bringen.

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VON EUGEN RAUBER-HOLLE 

Wie sehr das die Bevölkerung zu schätzen weiss, bewies auch diesmal ein nahezu voll besetzter Kirchenraum, in den die gut gelaunte Sängerschar mit Willi Gohls an-fänglich unisono gesummtem, zur Eröff-nung aber perfekt 3-stimmig intoniertem Kanon «Ein heller Morgen» fröhlich ein-zog.

Hervorragend, sehr rein und gut zum Motto «Musikalische Grüsse» passend, wurde die von Max Reger bearbeitete Volksweise «Gruss» dargeboten. Im Ne-gro Spiritual «Roll, Jordan, roll», einem Gospel, der versinnbildlicht, dass der Jor-dan die Seele auf ihrer Reise in den Him-mel trägt, überraschte der Chor mit einem satten, ruhig fliessenden, daynamisch fein abgestuften runden Klang.

Heidi Stuckis von Hansruedi Willisegger arrangiertes «Du fragsch mi, wär i bi» warf Fragen zur eigenen Identität auf und vermochte sie ins rechte Licht zu stellen.

In «Untreue», einem von Friedrich Glück vertonten Eichendorff-Text, den Max Re-ger musikalisch bearbeitete, bestach die sehr klare Diktion, und im ziemlich ver-haltenen Gospel «Soon ah will be done» von William L. Dawson der überzeugend strahlend helle Dur-Schlussakkord!

Gut gelangen Felix Mendelssohn-Barthol-dys «Abschied vom Walde» von Joseph v. Eichendorff, und «Weischus dü» («Ich glöübu nid»), ein Lied in Walliser Dialekt von Hannes Taugwalder, das Eugen Meier in Töne gesetzt hat.

Die irische Weise «Die Rosen im Tal» von Maria Roncagli, vertont von Frank Col-ley, und der teilweise gesummte Gospel «Deep River» entsprachen voll dem Pub-likumsgeschmack.

In der schelmisch-verschmitzten Tierphi-losophie «Der alte Kakadu» von Manfred Schenker, arrangiert von Ursula Barthel, in Lorenz Maierhofers «Andachtsjodel», eingerichtet von Louis Alves da Silva wirkte der Chor allerdings leicht forciert, was allerdings der positiven Stimmung keinerlei Abbruch tat und im von Wolf-gang Kleber arrangierten abschliessenden Gospel «Good News» wie weggewischt war.

Begeisterter Applaus der Zuhörerschaft war Aufforderung zu mehreren Zugaben wie «Sur le Pont d’Avignon» und «Chante en mon cœur pays aimé» von Pierre Kaelin.

Am Ausgang der Kirche bekamen die Mütter eine vom Hafnermeister Thomas Bösiger gestiftete Rose überreicht, und nach dem Konzert war das Publikum zu einem ungezwungenen Apéro in der Eingangshalle des Primarschulhauses eingeladen.

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