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Erfolg für David Döbeli

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David Döbeli mit Diplom

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David Döbeli mit Diplom

David Döbeli, Lernender Polymechaniker im 4. Lehrjahr der BK Brändli AG, erreicht an den Berufs-Schweizermeisterschaften den hervorragenden 8. Rang! Anlässlich der Swisstech, der Branchenschau im Basler Messegelände, mass er sich mit Berufskollegen in einem anspruchsvollen Wettkampf. 

(TK.)Bereits die Qualifikation für die Berufsmeisterschaften darf als Erfolg gewertet werden. Um überhaupt bis ins Finale vorzustossen waren neben theoretischen auch praktische Prüfungen abzulegen. Diese meisterte David Döbeli mit Bravour und verdiente sich so die Teilnahme an den Finals der Schweizermeisterschaft der Polymechaniker in der Kategorie Automation.

Am Samstag vor dem Wettbewerb galt es ein erstes Mal einzurücken zur Besichtigung der Wettbewerbslokalitäten und Maschinen. Ab Sonntagabend rückte  er dann zusammen mit den anderen Teilnehmern in der von Swissmechanik organisierten Unterkunft ein.

Anspruchsvoller 4-tägiger Wettbewerb

Die Hauptaufgabe war eine Biegemaschine zusammenzubauen und die rein mechanisch gebrauchten Werkstücke (ohne Zylinder und Ventile) selber konventionell nach Zeichnung zu fertigen. Die Werkstücke wurden extra sehr genau toleriert. So wurden auch aus unwichtigen Massen enge Sitze und die nicht tolerierten Masse mussten auf Zehntelmilimeter genau sein, da sonst die Maschine nicht zusammengebaut werden konnte.

Angefangen hat David Döbeli am Montag mit konventionellem Drehen. Die Werkstücke wurden auf +/-0.01 mm toleriert. Am Dienstag stand das Fräsen auf dem Programm. Die Fräswerkstücke bestanden aus einer grossen Grundplatte aus Aluminium. Dazu kamen 3 Stahlteile und ein Messingstück welches vorgedreht werden musste. Am Mittwoch mussten die Fräsarbeiten abgeschlossen werden. Man musste in alle vorher bearbeiteten Werkstücke noch diverse Reibungen, Löcher und Gewinde bohren. Die Löcher waren extra immer von einer anderen Kante aus vermasst so dass man den Nullpunkt der Werkstücke immer nochmals neu aufnehmen musste. Am Donnerstag ging es darum noch alles fertig zu machen, es durfte dann jede Maschine gebraucht werden an der man noch etwas bearbeiten musste, an den Tagen zuvor war die Maschinenzuteilung strickt geregelt. Zum Schluss mussten die Werkstücke zusammengebaut werden und mit elektropneumatisch gesteuerten Zylindern verbunden weden, welche Bewegung in das Ganze brachte. Die Zylinder wurden von einer Siemens Logo-Steuerung gesteuert. Dazu kamen noch 2 elektronisch gesteuerte Pneumatikventile und ein Maxxon Motor, Diese Komponenten mussten mit der Siemens-Steuerung verdrahtet werden. Am Schluss musste alles korrekt angeschlossen sein damit es richtig funktionierte. War nur ein Draht verwechselt worden, funktionierte die ganze Maschine nicht.

Die ganze Woche durch wurde im „2-Schicht“ Betrieb gearbeitete. David Döbeli merkte spürbar die Belastung, gab es während den Arbeitszeiten keine Pausen was sich mit all den Besuchern und dem Lärm extrem auf die Konzentration auswirkte. Er meinte, am Ende des Arbeitstages wäre er jeweils ziemlich kaputt gewesen.

Die Preisverleihung fand in ansprechendem Rahmen zum Schluss der Messe statt. Ein kurzweiliges Showprogramm umrahmte die im Mittelpunkt stehenden angehenden Berufsleute in den Fachrichtungen Drehen, Fräsen und eben Automation.

Die BK Brändli AG, aber auch die gesamte Poesia-Gruppe schätzt sich glücklich junge Berufsleute auszubilden und gratuliert David Döbeli ganz herzlich zum Erfolg. Dass es David Döbeli als Lernender eines Kleinbetriebes inmitten von Teilnehmern namhafter Grossbetriebe gelungen ist in die Finals vorzustossen zeugt von seiner Leistung, seinem Engagement und Durchhaltewillen und der vielfältigen Möglichkeiten eines breitgefächterten Arbeitgebers, der sich als Spezialist für Decolletage-Teile in Grosserien, aber auch für komplexe Dreh- und Frästeile in kleinen und mittleren Seriengrössen im Wynental etabliert hat.

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