Laufenburg

Epiphanie, Fest der Erscheinung des Herrn, Fest der drei Könige

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Pater Markus Schmidt, FSSP, mit zwei Ministranten, Organistin, Frauenschola der  Petrusbruderschaft und Sakristanin

Pater Markus Schmidt, FSSP, mit zwei Ministranten, Organistin, Frauenschola der Petrusbruderschaft und Sakristanin

Ein Stern ist aufgegangen

Mit Choralmesse und Festgottesdienst feierte die Petrusbruderschaft das Fest „Erscheinung des Herrn“.

Am 6. Januar sang die Frauenschola der Petrusbruderschaft für einmal nicht in Etzgen, sondern in Laufenburg, in der St. Johannes Kirche. Die IV. Choralmesse stand auf dem Programm, eine besonders feierliche Messe, die darum insbesondere für Festtage vorgesehen ist. Ein Festtag ist der 6. Januar dann auch: „Epiphanie“ steht im liturgischen Kalender, „Erscheinung des Herrn“ oder wie der Volksmund sagt: „Fest der Heiligen Drei Könige“.

Der Stern in sich spüren

Die weihnächtlich geschmückte Pfarrkirche St. Johannes von Laufenburg bot den passenden Rahmen für den Festgottesdienst der Petrusbruderschaft. Nach Lesung und Evangelium – in Deutsch vorgetragen – hielt Pater Markus Schmidt die Predigt und sprach davon, dass man als Gläubiger den Stern von damals in sich spüren und sich von der Sehnsucht nach Gott zur Krippe führen lassen soll. Auf die Predigt folgte das gesungene Credo in Latein und der ebenfalls ganz in Latein gehaltene zweite Teil der heiligen Messe, die Opferung. Nach dem Segen erklang das Schlusslied „Ein Stern ist aufgegangen, ein Stern aus Jakobs Haus“, ein Werk des Jesuiten Guido Maria Dreves, 1854 – 1909, der sich zeitlebens der Erforschung mittelalterlicher Dichtung widmete und eigene, heute noch gesungene, Kirchenlieder schuf. Durch Liturgie, Sakrament und Predigt bereichert, kehrten die Gläubigen nach Hause zurück und freuten sich, das Fest Epiphanie würdig gefeiert zu haben.

Von Rom anerkannt

Pater Markus Schmidt, FSSP, ist ein Priester der Priesterbruderschaft Sankt Petrus, lateinische Bezeichnung Fraternitas Sacerdotalis Sancti Petri. Die Priesterbruderschaft Sankt Petrus steht in voller Gemeinschaft mit Rom und wurde im Oktober 1988 durch Papst Johannes Paul II. als sogenannte „klerikale Gesellschaft apostolischen Lebens“ errichtet und damit offiziell anerkannt.

Traditionalistischer Standpunkt

Die Priesterbruderschaft Sankt Petrus vertritt einen traditionalistischen Standpunkt, allerdings nicht in derselben Ausprägung wie die von Rom getrennte Piusbruderschaft Marcel Lefebvres. Die Priesterbruderschaft Sankt Petrus anerkennt das Zweite Vatikanische Konzil und akzeptiert den in der Liturgiereform erneuerten Römischen Ritus. Ein Anliegen der Bruderschaft ist die Feier der Heiligen Messe in der sogenannt ausserordentlichen Form, in lateinischer Sprache und nach der vorkonziliären Messordnung des Missale Romanums von 1962 zu zelebrieren. Keinem Mitglied der Bruderschaft ist es aber untersagt, die heilige Messe auch in der ordentlichen Form, in der jeweiligen Landessprache und den Gottesdienstteilnehmern zugewandt, zu zelebrieren. In der Schweiz unterhält die Bruderschaft Niederlassungen in Rotkreuz, St. Pelagiberg, Thalwil und Zürich. Die Gemeinden in Etzgen und Basel wird von Priestern aus dem deutschen Laufenburg betreut.

Lengnau, 13. Januar 2020

Marianne Baldinger-Lang

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