Egerkingen

Entlassungsrente oder kalte Enteignung?

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Franz Fischer und Diana Stärkle

Unterschriftensammlung in Egerkingen

Franz Fischer und Diana Stärkle

Am vergangenen Samstag sammelte die SVP Egerkingen hauptsächlich Unterschriften für das Referendum „Entlassungsrente“. Wird ein älterer Arbeitnehmer ausgesteuert und arbeitslos wird er oder sie nach rund 2 Jahren (Arbeitslosenkasse) eine Überbrückungsrente erhalten. Dies unter der Bedingung dass er oder sie ein Privatvermögen von weniger als CHF 50,000.— hat.

Es scheint als würden die Arbeitgeber ermuntert ältere Mitarbeiter durch jüngere, günstigere zu ersetzen, der Staat sorgt ja vor. Mit nichten, denn durch eine Entlassung in diesem Alter entfällt das 1985 angedachte Mittel für das Alter selbst vorzusorgen, weg. Die AHV wird, da weniger Beitragsjahre, tiefer ausfallen, die Rente aus der Pensionskasse wird ebenfalls tiefer. Eine private Vorsorge kann als Arbeitslose oder Arbeitsloser kaum mehr aufgebaut werden.

Das 3-Säulen-System wollte ursprünglich die Altersarmut verhindern. Mit der AHV, dem BVG und der privaten 3. Säule, wollte der Staat dem Arbeitnehmer ein sorgenfreies Alter ermöglichen. Mit dieser Mogelpackung verhindert, nein, er verunmöglicht dies! Die Arbeitgeber und Arbeitnehmer sparen zusammen für die Pensionskasse je nach Alter des Arbeitnehmers bis zu 18 % des koordinierten Lohnes (=Lohn abzüglich CHF 24,885.—,im Jahre 2020) Jüngere Arbeitnehmer sparen zusammen mit dem Arbeitgeber lediglich 7 % des koordinierten Lohnes für das Alter, so sind Sie für den Arbeitgeber auch in diesem Punkte günstiger. Der Arbeitgeber wird mit diesem Gesetz aus der sozialen Verantwortung entlassen. Der Staat übernimmt, das Sozialwerk übernimmt, wir übernehmen! Unsere Jungen übernehmen, das darf wohl nicht wahr sein einerseits will oder muss das AHV-Alter erhöht werden, andererseits werden ältere Arbeitnehmer in die Altersarmut entlassen!

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