GV IG Lebensqualität Oberes Suhrental mit Referat über Windkraftanlagen in der Energiestrategie 2050

Die Interessengemeinschaft Lebensqualität Oberes Suhrental hielt am letzten Mittwoch, 26. April 2017 im Gemeindehaus Attelwil ihre erste Generalversammlung ab. Unter dem Vorsitz von Präsident Werner Hochuli genehmigte die Versammlung sämtliche statutarischen Geschäfte einstimmig. Die IG Lebensqualität Oberes Suhrental kämpft gegen die geplanten beiden Windräder auf der Reitnauer Stockrüti und dem Staffelbacher Chalt mit einer Höhe von insgesamt 230 Metern.

Eindrückliches Referat

Im Anschluss an die GV war die Bevölkerung zu einem öffentlichen Vortrag eingeladen. Elias Meier, Präsident des Dachverbandes «Freie Landschaft Schweiz» und des «Umweltkomitees gegen das Energiegesetz sprach zum Thema «Energiestrategie 2050 und Windkraftanlagen». Der zwanzigjährige, oberste Windkraftgegner der Schweiz schilderte die Folgen des in der Energiestrategie 2050 des Bundes enthaltenen Energiegesetzes. «Ich bin überzeugt, die vorgesehenen 800 bis 1000 Windkraftanlagen werden die Schweiz überdecken und verunstalten. Dies geschieht nicht im Einklang mit der Natur.

Auswirkungen auf Mensch und Natur

Meier schilderte unter anderem die negativen Auswirkungen der Windkraft auf die Gesundheit des Menschen und hob hervor, dass der vorgeschriebene Mindestabstand zwischen Windrädern und Gebäuden in der Schweiz im Gegensatz zu anderen Ländern lediglich 350 Meter beträgt. Ferner erläuterte Meier die Problematik des Infraschalles, des Eiswurfes und des Vogelschlages. Mit eindrucksvollen Bildern zeigte der junge Referent zudem erschreckende Bilder von zerstörten Landschaften in Deutschland. «Die Nachteile der Windkraft sind zu gross, die Windenergie produziert zu wenig Strom. Die Energiestrategie muss abgelehnt und ein umweltverträglicher Kompromiss gefunden werden», schloss Elias Meier.

Kritische Fragen der Befürworter

Am Applaus gemessen, war die Mehrheit der über 100 Besuchern im Gemeindesaal Attelwil Windkraft- und Energiestrategiegegner. Es waren aber auch etliche Befürworter anwesend. Verschiedene von ihnen stellten nach dem Referat kritische Fragen, die ihnen kompetent beantwortet wurden. Auch beim Apéro am Schluss der Veranstaltung wurde rege und zum Teil kontrovers diskutiert.                                                     rod