Der Energie-Apéro in Aarau lockte mit dem herausfordernden Thema "Energy Cloud – Luftschloss oder Zukunftsvision?" über hundert Gäste an den Hauptsitz der IBAarau. Drei Referenten informierten rund um die Energie aus der Cloud, die für die Veränderung und die Digitalisierung in der Versorgungsbranche steht. 

Hans-Kaspar Scherrer begrüsste die Gäste mit einleitenden Worten. Er betonte, dass sich die Energieversorger dem Wandel von analog auf digital nicht entziehen können.

Ob die Energy Cloud ein Luftschloss ist oder der Weg in die smarte Zukunft, darauf ging der Leiter des Berner Fachhochschulzentrums Digital Society, Reinhard Riedl, ein. Mit einem Blick in die Vergangenheit leitete er über in die Zukunft. In dieser werde der Zugriff auf Daten sowie deren Skills zur Nutzung unseren Wohlstand definieren. In der Energy Cloud, die als Speicher wie eine Batterie agiert, spielen schwankende Strompreise und das Timing von Angebot und Verbrauch eine zentrale Rolle. Voraussetzung  sind klar zugeordnete Identitäten der Cloud Nutzer, und damit verknüpft der Schutz der Privatsphäre, um den Stromverbrauch aus der Cloud zu optimieren. Die Identität ist aber auch Quelle für Sicherheitsrisiken.

In Zukunft machen wir es anders

Christian Beyeler, Head Business Services und Alex Nauer, Senior Solution Manager beide Avectris AG in Baden beschrieben die Chancen und Risiken der Digitalisierung und des Internet of Things und wie diese die Versorgungsindustrie verändern werde. Energy Cloud steht für die beiden für Kosteneinsparungen und "neue Geschäftsmodelle mit Komfortsteigerung". Neue Arten der Energieberatung, öffentliche Beleuchtung, virtuelle Kraftwerke oder auch Energie-Allianzen über die Cloud sind nur einige Beispiele dafür. Für Alex Nauer bietet die Energy Cloud die Möglichkeit aus Daten – Stichwort Big Data - etwas zu entwickeln und anzubieten, was andere wollen und meist auch dafür bezahlen.

Fragen an die Referenten gab es viele, und konnten im anschliessenden Apero vertieft werden.