Bad Zurzach

Endlager für atomare Abfälle: Noch mehr Belastung für das Zurzibiet?

megaphoneLeserbeitrag aus Bad ZurzachBad Zurzach

Das Bundesamt für Energie und die NAGRA haben mehrere Gebiete im Aargau als mögliche Standorte für atomare Abfalldeponien bezeichnet. Der Bözberg soll sogar für hoch radioaktive Abfälle in Frage kommen. Die SP Bezirk Zurzach ist befremdet über diese Absichten.

Der Aargau und vor allem das Zurzibiet hat bereits jetzt das permanente Risiko der drei Atomkraftwerke Beznau 1 und 2 sowie Leibstadt zu tragen. Mit den Sondermülldeponien Kölliken und Würenlingen (Bärengraben), dem Zwilag in Würenlingen, den Autobahnen und den Überflugschneisen für den Flughafen Zürich tragen der Aargau und insbesondere der nördliche Aargau mit dem Bezirk Zurzach bereits mehr als genügend Umweltlasten für die ganze Schweiz. Es ist zu befürchten, das das Zurzibiet in weitere finanzielle und arbeitsplatzmässige Abhängigkeit von der Atomindustrie gerät. Weitere Nachteile für die Attraktivität als Wohn- und Erholungsraum sind zu zu fürchten.

Jegliche geologischen Lager müssen auf die Abfälle aus den fünf bestehenden Atomkraftwerken ausgerichtet sein und dürfen keine Kapazitäten für neue Atomkraftwerke vorsehen. Der Sicherheitsaspekt muss absolute Priorität haben.

Die Sondermüssdeponie Kölliken ist ein Paradebeispiel für eine fehlende Sicherheitskultur. Sie wurde dazumal bewilligt, weil Ton ein angeblich dichtes und sicheres Material sei, Das katastrophale und teure Resultat ist bekannt: Die Sanierung der Deponie kostet den Aargau heute mehrere 100 Millionen Franken.

Für die SP Bezirk Zurzach

Eva Kuhn

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