Zum 1. Mal hat die Schulleitung Kindergarten die Eltern der zukünftigen Kindergartenschüler zu einem gemeinsamen Informationsabend im Rathaussaal eingeladen. 190 Eltern sind dieser Einladung gefolgt. Die Erwartungen sind gross, auf beiden Seiten.

So begrüsst denn Schulleiterin Franziska Ackermann nicht nur die anwesenden Eltern, sondern auch das ganze Kindergartenkollegium und den Schulpflegepräsidenten Thomas Sigrist sehr herzlich. Denn das Klären der gegenseitigen Erwartungen bildet die Basis für eine gute Zusammenarbeit und ein Gelingen der Kindergartenarbeit.
Als erstes informiert Ackermann sehr kompetent und umfassend über die Strukturen der Kindergärten in Wettingen. Erklärt, dass der Kindergartenbesuch freiwillig sei und in der Regel zwei Jahre dauere und dass neben der Fachfrau für Kindergarten in jedem Kindergarten zusätzlich eine Lehrperson für das Deutsch als Zweitsprache zuständig sei.
Ab August werden die neuen Kinder ihren Kindergarten besuchen. 350 Kinder müssen dieses Jahr auf 12 Standorte verteilt werden. Ackermann versichert den anwesenden Eltern, dass unter Berücksichtigung verschiedener Einteilungskriterien, wie z.B. Klassengrösse, Anteil Knaben-Mädchen, Länge des Kindergartenweges, usw. nach der bestmöglichen Lösung gesucht wird. Am 2. Juni wird diese Einteilung der Kinder in die Kindergärten auch den Eltern bekannt gegeben.
Der anschliessend gezeigte Film „Lernen ein Kinderspiel" veranschaulicht deutlich, dass lernen weit mehr beinhaltet als zählen oder Buchstaben schreiben. Gerade im Kindergartenalter geschieht lernen beim Tun. Das Kind muss seine Umwelt erleben, das heisst anfassen können. Im Spiel mit Wasser und Sand, beim Herumtollen im Wald, beim Malen, Basteln oder selbstständigen Ankleiden lernt das Kind spielerisch die Grundlagen, die es für einen guten Start in die Schule braucht.
Die zweite Schulleiterin, Astrid Welti Ferrante, informiert die Eltern über den kantonalen Lehrplan mit den drei wichtigsten Kompetenzen: Sozial-, Sach- und Selbstkompetenz. Sie spricht auch von den Erwartungen an die Eltern, wie zum Beispiel Erziehung zur Selbständigkeit auch zu Hause, gesundes Znüni oder pünktliches Erscheinen im Kindergarten.
Welti Ferrante erwähnt, dass auch verschiedene Fachpersonen die Kindergärtnerin in ihrer Arbeit unterstützen. Dazu gehören eine Augenkontrolle, ein Schularztbesuch, die Logopädieabklärung und einmal pro Monat die Zahnprophylaxe.
Nach Bedarf können weitere Fachstellen zugezogen werden, wie zum Beispiel die Schulsozialarbeit.
Die Herren Späni und Pistone der Wettinger Verkehrspolizei sind für die Verkehrsinstruktion im Kindergarten zuständig. Sie schildern die Verkehrssituation in Wettingen und bitten die Eltern, mit der Verkehrserziehung schon vor dem Kindergarteneintritt zu beginnen. Vor allem betonen sie, wie wichtig für die Kinder ein erlebter Schulweg sei und bitten eindringlich, vom „Mami und Papitaxi" Abstand zu nehmen.

In ihrem Schlusswort bittet Ackermann um die Unterstützung der Eltern: „Machen Sie ihren Kindern Mut zur Selbständigkeit. Lassen Sie sie die Natur erfahren und helfen Sie den Kindern mit klaren Strukturen. Passen Sie die Einschlafzeiten schon in den Sommerferien etwas den neuen Anforderungen an, denn nach den Ferien heisst es früh aufstehen! Wir freuen uns auf aufgeweckte Kinder und eine gute Zusammenarbeit mit Ihnen, liebe Eltern."
Nach diesen Informationen standen die Schulleiterinnen und die anwesenden Kindergärtnerinnen den Eltern noch für Fragen zur Verfügung.
Eine neue, gelungene Form der Elterninformation, die hoffentlich auch in Zukunft so weiter angeboten wird.(mka)