Hersiwil

Eine Rheinfelder Künstlergruppe im NäijereHuus

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Esther Dietwiler, Gitta von Felten, Stefan Rüegg

Die Künstlergruppe

Esther Dietwiler, Gitta von Felten, Stefan Rüegg

Drei Höfe - Galerie NäijereHuus Hersiwil

Ausstellung im NäijereHuus

Drei Rheinfelder KünstlerInnen stellen im NäijereHuus aus. Poetisch sind die einzelnen Werke im Ausdruck, aber auch durch das Nebeneinander entstehen „Poetische Bildwelten“, ein neues Ganzes.

Für Gitta von Felten ist es die 4. Ausstellung im NH. Sie malt Aquarellfarben mit feinem, spitzen Pinsel auf trockenen Malgrund: Grün-, Braun-, Grautöne und manchmal ein kontrastierendes Rot. In langsamer, intensiver Arbeit, Schicht für Schicht, in naturalistischem Stil, nähert sie sich den Motiven aus der Umwelt an. Sie reduziert, sie löst heraus. Sie sucht das Erdige, Verwachsene, die Details und „komponiert“ sie zu einem eigenständigen Bild. Einblicke in Waldstücke, Baumkronen, Wiesenränder, Mauerreste. Stoffbänder, Kleidungsstücke und immer wieder Federn weht es in ihre Landschaften hinein. Es ist eine Aufforderung sich hinzulegen, hineinzuträumen, durchzuatmen und zu erleben, was man als Kind unbeschwert geniessen konnte.

Esther Dietwiler ist gelernte Keramikerin; die Ausbildung schloss sie 1982 ab. Im Naturprodukt Ton findet sie beinahe unerschöpfliche Möglichkeiten zur Gestaltung. Sie arbeitet häufig mit Steingutton. In den vielfältigen Formen und Farben der Natur findet auch sie Inspirationen für  ihre Werke. Es reizt sie, den Werkstoff Ton, über die Gebrauchskeramik hinaus,  künstlerisch zu bearbeiten: Modellieren, malen und brennen - zwei bis vier Mal in den Ofen, bis zum fertigen Produkt. Es ist ihr wichtig, die Grenzen des Möglichen auszuloten und immer wieder die Arbeitsweise anzupassen. Es entstehen dabei fragile, farbige Gebilde: Fiori, Trulli, Trockenwiese, Rosengarten. Ihre Werke sollen zeitlos sein, für sich selbst sprechen und dem Betrachter hie und da ein Staunen oder gar Lächeln entlocken.

Stefan Rüegg versucht mit rostendem Blumendraht, Pappmaché und Pinsel darzustellen, was ihn innerlich bewegt. Dabei steht am Anfang ein Gedanke, ein Gefühl, eine Sehnsucht oder bloss Leere. Er spielt mit Draht, er biegt, wickelt, dreht und beobachtet dabei immer, was entsteht. Er verändert und entwickelt solange weiter, bis er das Objekt als eigenständiges Werk erkennt. Absicht und Zufall halten sich bei diesen „Ver-Wicklungen“ die Waage. Für Richtungswechsel versucht er offen zu bleiben. Es entstehen einzelne Objekte, aber auch Objektgruppen. Sie wirken poetisch, humorvoll, dynamisch, manchmal auch etwas beklemmend - und bieten Raum für eigene Interpretationen. Deshalb darf man bei einigen Objekten auch mit der Taschenlampe spielen spannende Schattenbilder auf die Rückwand projizieren.

Georg Schmid

Ausstellung: 16.10. – 08.11.2020

Öffnungszeiten der Galerie: Fr 18 – 21Uhr, Sa/So 14 – 17 Uhr

Ausser an Freitagen ist immer jemand der Künstlergruppe anzutreffen.

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