Wunderschön lag der Staufberg in der Abendsonne, als die reformierte Kirchgemeinde zur Orgelsoirée einlud. Eine Organistin und drei Organisten gestalteten diesen Abend,zu dem sich eine Schar Musikliebhaber in der alten Kirche einfand.
Marlène Flammer aus Staufen, Konzertorganistin und Dirigentin des Frauenchors Staufen eröffnete den Abend mit Orgelmusik aus 400 Jahren. Sie spielte mit grossem Einfühlungsvermögen Werke des Barockorganisten Georg Böhm , eine Fantasia von Johann Ludwig Krebs, dem Lieblingsschüler Bachs,aber auch ein modernes Werk Maurcio Kagels,des vor zwei Jahren verstorbenen Komponisten, vermochte sie dem Publikum näherzubringen.
Ganz in der Barockzeit verweilte Moritz Fiechter, Organist in Rupperswil .Zwei pfingstliche Werke von J.S. Bach rahmten virtous gespielte Orgelwerke von Georg Böhm und Georg Muffat ein.
Französische Orgelmusik brachte Fritz Bär,Organist in Rued und Schöftland zum Klingen.Reizvolle Duos und Trios in den Werken von F.Couperin, und J.F. Dandrieu, sowie „Noel" von J. Daquin machten deutlich, wie vielfältig eine Kirchenorgel in ihren Möglichkeiten ist.
Den Abschluss machten alte und neue Volksweisen aus Italen mit grosser Wärme und grossem Können gespielt und gesungen. Alice Borciani, die sich zur Zeit an der Schola Catorum in Basel weiterbildet sang die alten Weisen mit viel Gefühl. Begleitet wurde sie von Nicola, Cumer,Organist, Cembalist,Chorleiter und Musiklehrer in Basel, Isabel Torres auf der Violone . Besonders eindrücklich waren die stilsicheren Orgelimprovisationen von N. Cumer. Zwei Trientiner Volkslieder schlossen den musikalischen Teil des Abends ab. Bei einem gemütlichen Apéro klang der Abend in der Pfarrschüür aus. (ghe)