Aarau

Ein Wettkampf der anderen Art / Pontonier-Fahrverein AARAU

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Jungpontoniere Aarau als Rennfahrer

Sieger Luigi umrahmt von Fahrern

Jungpontoniere Aarau als Rennfahrer

Wenn im Winter die Tage kürzer werden und die Temperaturen tiefer sinken, werden die Aktivitäten der aarauer Pontoniere kurzerhand "Indoor" durchgeführt. Im diesjährigen Winterprogramm war am 2. März Kartfahren in Roggwil eingetragen. Dieser Anlass sprach offensichtlich die jüngere Garde an. Pünktlich um 10:00 Uhr war die  muntere Schar mit Overals und Helmen ausgestattet und fieberte bereits den ersten Fahrversuchen entgegen. Die Jüngsten am Start zeigten anfänglich grossen Respekt gegenüber den Renngeräten, bekamen sie doch ebenfalls dieselben Karts wie die Erwachsenen. Dieser Respekt wurde im freien Training jedoch Runde für Runde kleiner. Nach 10 Minuten Abtasten der Rennstrecke und der Fahrgeräte wurde bereits ausgiebig gefachsimpelt. Der Adrenalinspiegel war offenkundig auf dem nächsthöheren Level angekommen.

In der Pause zwischen dem ersten und dem zweiten Training wurden auf der Rennstrecke Testfahrten für das Töfflirennen vom Nachmittag ausgetragen. Die älteren Pontoniere fühlten sich gleich wieder in ihre Jugend zurückversetzt, als das Taschengeld noch mit dem Puch Maxi oder Sachs verdunstet wurde.

Wieder in die Karts eingestiegen, wurde die zweite Trainingssession in Angriff genommen. Der Respekt wurde bei einigen durch Übermut abgelöst. Folglich konnten diverse Dreher bewundert werden und die Streckenposten hatten alle Hände voll zu tun. Wieder in die Boxengasse eingebogen und dem Renngerät entstiegen, wurde umgehend die Startaufstellung studiert. Es zeigte sich, dass Erfahrung im Strassenverkehr durchaus das eine oder andere Kilo Kampfgewicht wettmachen kann. In der zweiten Erholungsphase wurde über verschiedene Ideallinien, Bremspunkte und Kurvenscheitelpunkte diskutiert. Die Hallenluft wurde  von den benzinbetriebenen Karts mit Benzin- und Gummigeschmäckern untermalt.

Aus der Distanz betrachtet, fehlten eigentlich für einen richtigen Grandprix nur noch Boxenleute und  Fernsehteams. 

Die Startaufstellung wurde wie erwartet von Denis Mack angeführt. Ebenfalls in der ersten Reihe konnte sich Luigi unser "Automech" platzieren. Dahinter reite sich der Rest der Truppe ein. Für das Rennen hatten wir die gesamte Strecke für uns alleine. Von den zusätzlichen Freiräumen konnten jedoch nicht alle gleichermassen profitieren. Schwenkten doch die Streckenposten immer mal wieder die gelben Fahnen um gestrandete Piloten wieder auf den rechten Weg zu führen. Durch einen technischen Defekt musste Denis die Führung im Rennen abgeben und konnte nicht mehr mit der Spitze mithalten. Luigi war durch die restlichen Teilnehmer nicht zu schlagen. Unser JP-Leiter René und der Vereinswirt Marco wurden auf die Plätze zwei und drei verwiesen. Bei der Siegerehrung konnten diese drei noch einen Pokal entgegen nehmen.

An diesem Anlass kam die Fairness, die Kameradschaft sowie der Ehrgeiz gleichermassen zum Zug. Allen Beteiligten bleibt dieser Einblick in die Rennsportwelt sicherlich unvergessen.

Für den Pontonierfahrverein Aarau, Marco Bitterli 02.03.2013

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