Von den Schwiizergoofe bis «Stille Nacht»: An der Mitsingweihnacht bewiesen die Freienwiler Kinder Vielseitigkeit. Die Schulleitung überbrachte eine gute Nachricht.

Der Abend in der Mehrzweckhalle begann direkt mit einem Jö-Effekt: Die Kindergartenkinder führten einen bezaubernden Sternentanz auf. Mit glitzernden Stirnbändern, Sternchen an den Händen und rhythmischen Schrittfolgen zogen die Jüngsten auf der Bühne das Publikum in ihren Bann.

Darauf folgte der «Einzug» der Schulkinder mit dem fulminanten «Chum, mir fiired Wienacht!». Es war der Auftakt zu einem Liederreigen, in dem die rund 80 Erst- bis Sechstklässler ein breites Repertoire bewiesen. Neben Klassikern wie «O du Fröhliche» hatten die Kinder auch modernere Weihnachtslieder eingeübt. Ob Mundart oder Englisch, ein- oder mehrstimmig – in allen elf Liedern waren sie erstaunlich ton- und textsicher.

Ein störrisches Kamel

Hoffnung versprühte der Song «La voix des sages» mit seinem Refrain «No more fighting, no more killing» - dieser Wunsch ist in der Vorweihnachtszeit allgegenwärtig und in diesem Jahr wohl mehr denn je. Schliesslich durfte aber auch der aktuelle Weihnachts-Hit «Es Truckli vou Liebi» des populären Kinderchors Schwiizergoofe nicht fehlen. Besinnlichere Lieder wie «En helle Stern» wurden ebenso schön vorgetragen wie das swingige «Zimmetstern, hani gern» - der schweizerdeutschen Interpretation des Klassikers Jingle Bells vom Zürcher Liedermacher Andrew Bond.

Zwischen den einzelnen Liederblöcken lasen Kinder aller Klassen abwechselnd aus Bonds Weihnachtsgeschichte «So ein Kamel» vor. Einige konnten ihre Textpassagen sogar auswendig. Erzählt wird darin die Geschichte des widerspenstigen Kamels der drei Weisen, das beinahe das grösste Wunder verpasst, weil es keine Lust hat, sich auf Wanderschaft zu begeben.

Ampeln stehen auf Grün

Bevor die gut gefüllte Halle abschliessend «Stille Nacht» anstimmte, konnte Schulleiterin Irene Niederhauser noch ein vorzeitiges Weihnachtsgeschenk überbringen: Bei der Externen Schulevaluation im August durch die Fachstelle der Fachhochschule Nordwestschweiz hat die Schule Freienwil sehr gute Noten erhalten. In allen acht überprüften Kriterien – vom Schulklima über die Erfüllung der Betreuungspflicht bis hin zum Qualitätsmanagement - stehen die Ampeln auf Grün. In den Befragungen der Kinder, Eltern und Lehrpersonen liegt die Schule sogar fast überall über dem kantonalen Durchschnitt! «Wir haben immer daran geglaubt, dass wir eine gute Schule haben», sagte Niederhauser zu den Eltern: «Sie können darauf vertrauen, dass Ihre Kinder eine gute Zeit bei uns haben.» Das Publikum applaudierte spontan.

Qualitätsstandard halten

Die Schulleiterin, die seit Sommer 2014 im Amt ist, dankte allen, die zum guten Ergebnis beigetragen haben. Den Eltern, der Schulpflege, dem Gemeinderat, dem Abwart und dem Sekretariat. Vor allem aber den Lehrerinnen und Lehrern: «Sie geben Ihren Kindern jeden Tag das Beste und sind für sie da, auch wenn ihnen an manchen Tagen vielleicht gar nicht so drum ist.» Man spürt: Nach eher turbulenten Jahren mit zwei Schulleitungs-Wechseln seit 2012 befindet sich die Schule Freienwil in ruhigerem Fahrwasser. «Das Team von Schulpflege, Schulleitung und Lehrerschaft ist wieder auf Kurs und bereit für neue Taten», freut sich die «Chefin».

Die grünen Ampeln sind eine Motivation, die Qualitätsstandards an der Schule zu erhalten und weiter zu verbessern, versichert Irene Niederhauser. Denn natürlich gibt es auch in Freienwil Steigerungsmöglichkeiten. In ihrem Abschlussbericht empfiehlt die Fachstelle denn auch, dass neue Leitlinien erarbeitet werden. Zudem müsse man sich wieder verstärkt auf einen weiteren Aufbau des Qualitätsmanagements fokussieren.

Kollekte für Stiftung Wunderlampe

Mit den besten Wünschen für die Festtage und das neue Jahr «entliess» Irene Niederhauser nach einer knappen Stunde die Gäste und die Kinder in die wohlverdienten Weihnachtsferien. Die Kollekte wurde zugunsten der Stiftung Wunderlampe gesammelt. 2016 wird die Feier voraussichtlich als Weihnachtsmarkt gestaltet. Dort werden die Schülerinnen und Schüler ihrer Kreativität wieder freien Lauf lassen können.