Derendingen

Ein rauschendes Fest mit Tanz, Theater und Musik

megaphoneLeserbeitrag aus DerendingenDerendingen

Neunzig Lebensjahre Unterschied liegen zwischen den kleinsten Kindern des Turnvereins, die am vergangenen Mittwoch auf der Bühne herumwirbelten, und der ältesten Besucherin des Derendinger Seniorennachmittags. Aber zwei Dinge hatten alle Anwesenden am vergangenen Mittwoch im Saalbau des Restaurants Bad gemeinsam: Die gute Laune und die Lebensfreude, die sie ausstrahlten.

Dass der traditionsreiche Derendinger Seniorennachmittag beliebt ist, hat sich herumgesprochen. Man trifft sich um zu plaudern, zu lachen, zu singen – und natürlich auch um fein zu essen. Diesmal war die Besucherzahl sogar rekordverdächtig: Nicht weniger als 130 Frauen und 65 Männer durfte Kuno Tschumi begrüssen. „Ich freue mich jedes Jahr von neuem auf unser grosses Familienfest“, waren seine herzlichen Worte. Der Gemeindepräsident überreichte der ältesten Teilnehmerin Babette Bieri (Jahrgang 1925) ein kleines Geschenk und mit Max Emch (1928) wurde wurde auch der älteste anwesende Mann geehrt. Zusammen mit allen geladenen Gässten waren rund 235 Personen der Einladung der Einwohnergemeinde gefolgt.

Dann war die Reihe an den Cowgirls und Cowboys der Jugendriege des Turnvereins. Gekleidet mit Hut und grosskarierten Flanellhemden führten die Derendinger Kinder Tänze aus dem Wilden Westen vor. Zwischen den verschiedenen Auftritten überbrückte jeweils das Ländlerduo Lisette Isch und Roger Kurt mit volkstümlicher Musik die Pausen.

Hexenschuss beim Sudokuspiel

Unter der Leitung von Helmuth Zipperlen brachte die Seniorenbühne Biberist mit kurzen Theaterstücken und den aus dem Leben gegriffenen Sketchen die Derendinger Seniorinnen und Senioren zum lachen. Im «Autore-Knatsch» spielte Zipperlen selber die Rolle des Regisseurs und liess am Stück seiner Autorin keinen guten Faden. Peinlich jedoch für ihn zu erfahren, wer sich schliesslich hinter dem Pseudonym versteckt. Beim «Abendspaziergang» ist am Ende bei Käthi und Paul nicht mehr erkennbar, wer sich über den Mond freut oder sich über ein vermeintlich fehlendes Unterleibchen ärgert. Wirtin Dorli steht im Sketch «Fürobe im Hirsche» mit ihren Stammgästen Peter und Emil zwar auf Kriegsfuss, doch als diese in die Ferien verreisen, vermisst sie die beiden eben doch. Rosen als Erkennungszeichen führen im «Dr Hochzytsantrag» zu falschen Hoffnungen und dann schiesst dem Dölf beim «Sudoku-Fieber» auch noch die Hexe in den Rücken. Volle Bühne zum Schluss beim «Du chunnsch eh nid drus», als sich vier Frauen über die abschätzenden Aussagen ihrer Ehemänner ärgern und diese austricksen.

Singen mit Kuno Tschumi

„Wo man singt...“ war auf den grünen Textblättern zu lesen. Als diese verteilt wurden, begann ein weiterer Höhepunkt des Seniorennachmittags. Gemeindepräsident Kuno Tschumi setzte sich ans Piano und bewies wieder einmal sein musikalisches Talent. Nach vielen fröhlichen Liedern, wie „Es Buurebüebli“ und „Ramseiers wei go grase“ widmete Tschumi das Lied „Mis Müet het mer gschribe“ allen liebgewonnenen Menschen, die an diesem Tag nicht dabei sein konnten.

Nach dem besinnlichen Moment ging es wieder flott weiter. „Üsi Heimat, I bi do gebore, en andri wett i nid“. Wo sonst gibt es noch einen Gemeindepräsidenten, der für sein Dorf einen Liedtext schreibt? Zur Melodie von „Country Road“ sangen alle zusammen zum Abschluss das Derendinger Lied, das Kuno Tschumi vor 14 Jahren geschrieben hatte, nachdem er zum ersten Mal zum Gemeindepräsidenten gewählt worden war. Dann war es Zeit für das Nachtessen. Die Mitglieder des Sportvereins Satus servierten Hackbraten mit Gratin und Rüebli, zubereitet von Gastro Brodard. Nach dem Menü gab es auch noch eine grosse Auswahl Desserts von der Bäckerei Laube.

Auf ihr nächstes Treffen müssen die Derendinger Seniorinnen und Senioren nicht lange warten: Bereits am 21. Mai steht die Seniorenausfahrt auf dem Programm. Dieses Jahr wird der Ausflug ins südliche Fricktal nach Wölflinswil in den Landgasthof Ochsen führen.

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