121 Schülerinnen und Schüler erhielten an der Schlussfeier der Bezirksschule Aarau ihr Abschlusszeugnis

Von Maila Bermejo

Feierliche und gleichzeitig verwegene Fanfarenklänge eröffneten die Schlussfeier der Bezirksschule Aarau – und feierlich und verwegen gestaltete sich auch das Programm des diesjährigen Festes.

Schulleiter Marc Plancherel erfreute das Publikum mit einer inspirierenden Begrüssungsrede, in der er die Zuhörer auf eine Gedankenreise zum Thema Arbeit und Freizeit mitnahm. So zeigte er auf, wie sich der Begriff der Musse seit der Antike verändert hat – vom Konzept der Zeit, die man nach eigenem Gutdünken ohne Fremdbestimmung verbringen konnte und sollte, um Ruhe in das eigene Leben zu bringen, bis hin zur heutigen sinnorientierten und aktiven Freizeitgestaltung, die nicht viel Zeit für Musse lässt. Marc Plancherel wünschte den Abgängerinnen und Abgängern, dass sie in Zukunft ein Gleichgewicht zwischen den beiden Polen Arbeit und Freizeit finden werden, denn Verlangsamung und Stille seien in der heutigen Zeit, in der Hektik und sichtbare Resultate im Vordergrund stünden, besonders wichtig.

Nach einem Duett für Violine und Violoncello der beiden BEZ-Schülerinnen Nadine Girod und Josephine Reek, kam der Jahrgangsbeste zu Wort. Matthias Zinniker, der mit der Note 5.8 abgeschlossen hat, bewies in einer unterhaltsamen und pointierten Rede seinen Scharfsinn. So kritisierte er unter anderem das neue Schulsystem und dass man bei Problemen mit Schülerinnen und Schülern die Schuld auch bei der Qualität der Lehrer und Lehrerinnen suchen soll – ein verwegener Gedanke. Zinniker wurde für seine schulische Leistung vom Verein Ehemaliger Bezirksschüler Aarau (VEBA) geehrt, Nicola Suter erhielt einen Preis für seine ausserschulischen Leistungen.

Abgänger Luca Crivaro sang „Cry me a River“ von Justin Timberlake und begleitete sich selbst am Klavier, danach erhielten alle Klassenlehrer und Klassenlehrerinnen der Abgängerklassen eine Sonnenblume von Schulleiter Marc Plancherel. Die Sonnenblume, die viele namhafte Künstler wie Vincent Van Gogh und Paul Gaugin inspirierte, als Symbol – ja als Plädoyer – für mehr Musse.