Advents-Zauber in der Bärenmatte und dem Campussaal mit weit über 1000 Besuchern. Das My Way Konzert von Piano Dan zum ersten Advent bot wirklich ausserordentliche Vielfalt

Schon vor der Bärenmatte riecht nach Feinem, und das Glas Roten stand auch bereit.

Für die Augen dann der in farbige Lichter getauchte Saal, passend zur Musik. Dazu ein Ohrenschmaus, die Arrangements des jungen Künstlers. Ein Programm, das zudem seinesgleichen sucht. Zusammen mit seinen 16 Musikern wurde über zwei Stunden ein schier unglaubliches Repertoir aufgeführt. Die „Standing Ovation“ war mehr als nur Zeitgeist, man spürte bei den Zuschauern die Freude und Begeisterung. „Keiner geht unberührt nach Hause“ stand in der Werbung. Und, was versprochen war, wurde am Samstagabend auch gehalten. War die Eröffnung noch beinahe melancholisch, mit seinem Song und wie zutreffend seinem Credo „it’s my way“, gings auch hier getreu der Werbung über Abba’s Chiqitita und einer kurzen Vorstellungsrunde seiner grossartigen Musikern zu einem ersten Höhepunkt: „Music“, in einem tolllen Arrangement, so nah am Original und trotzdem mit unverkennbarer Handschrift von Daniel. Suverän führte Piano-Dan die nächsten Stunden durchs Programm. Mit wenigen Worten viel gesagt und einer für sein Alter unglaublichen lockeren Art, viel Selbstironie und etwas Schalk im Nacken. Wenn immer er beteuert nicht Pianist sein zu wollen oder werden, nein „ich seh mich eher als Entertainer alter Schule“. Wer Ihn an diesem Wochenende sah und vorallem hört, man nimmt es ihm ab.

Piano-Dan? Natürlich spielt er vorallem auf „seinem Flügel“. Ob Balladen im Stile von Richard Claydermann oder aus dem klassich Repertoir, am Wochenende zum Beispiel den Chopin Waltzer

op 64 nr 2. Aber nicht nur das, zusammen mit seiner vielfältigen Band greift er auch mal zur Posaune und spielt den Jazz Standard „Sunny Side of the Street“ oder rockt danach an der E-Gitarre zuammen mit seiner Geigerin „Walk of Life“ und reist damit die Zuschauer endgültig in sein Bann.

Aber da gibt es nicht nur den Musiker Daniel, nein er zeigt auch mit seinen eigenen Kompositionen

und einem Ausschnitt aus seiner ersten Filmmusik (Doku zur Isegass in Lenzburg) was er alles noch draufhat.

Ein Höhepunkt für alle? Gab es nicht. Für jeden Besucher war es wohl ein anders Stück, bei dieser Vielfalt; My Fair Lady, Rhapsody in Blue, den Italiener der 70er Jahre oder den so gefühlvoll vorgetragenen Balladen. Träumereien, Rock, Pop, Klassik, Evergreens. Ja selbst bei seiner Gesangs-

Premiere wusste Daniel zu gefallen (Bad Leroy Brown). Und doch etwas ganz spezielles, sein Schweizer-Volkslieder Medley aus dem Aargauer Gesangsbuch der Bezirkschulen 1960! Das Hunderte zu seinen Liedern mitsangen war schon sehr eindrücklich. Und wie hiess es zu Beginn des Konzertes, im Stück von John Miles aus den 70ern, „Music was my first Love“ man glaubts Daniel und wir wünschen uns, dass seine grosse Liebe die Musik auch in Zukunft bleibt.

B.v. Moos