Dintikon

Ehrung des Präsidenten der Feldschützen Dintikon

megaphoneLeserbeitrag aus DintikonDintikon

André Meier hat den Verein gekonnt durch alle Klippen gesteuert

Es ist nicht üblich, dass der 60. Geburtstag eines Schützenvereinspräsidenten gross erwähnt wird. Ab er ist schon eine Seltenheit, wenn eine Person sein halbes Leben das Vereinsschiffchen gekonnt durch alle Klippen und Wellen steuert. Der Präsident der Feldschützen Dintikon erfüllt beide diese Ereignisse, und kann sicher als Vorbild für die Führung eines Vereines in guten wie in schlechte Zeiten erwähnt werden. Der kürzlich seinen 60. Geburtstag feiernde André Meier wurde 1972 in den Vorstand der FSD und an der Generalversammlung 1978 - vor dreissig Jahren - als deren Präsident gewählt.

Auf die Initiative von André Meier wurde die 10 m - Anlage realisiert und ist mit 8 Scheiben in einem Luftschutzraum der Gemeinde kostenlos aufgestellt worden. Für die Jugend werden sowohl Sommer- wie auch Winterkurse durchgeführt. 12 Gewehre, Schützenjacken und alles weitere Zubehör sind vereinseigen, und ist für die Kursteilnehmer gratis. Es zeigt sich wieder einmal mehr, dass Nachwuchsschützen nicht nur über Jungschützenkurse auf die Distanz von 300m, sonder auch über die Kurzdistanz zu guten Schützen und bitternötigen Vereinsmitglieder herangebildet werden können. Besonders gefordert wurde Präsident André Meier, als am 26. Dezember 1999 um 11.50 Uhr - da blieb die Schützenuhr stehen - das Schützenhaus vollständig zerstörte. An einer ausserordentlichen Generalversammlung wurde beschlossen, das Schützenhaus wieder aufzubauen. Während der Wiederaufbauphase schossen die Dintiker in Ammerswil. Zur Finanzierung wurde anlässlich des Feldschiessens 2000 ein Sponsorenschiessen, welches 70000 Franken einbrachte, durchgeführt.

Mit einem Aufwand von 560'000 Franken und 9600 Frondienststunden, wurde die Anlage ohne finanzielle Hilfe der Gemeinde fertig gestellt. Die Feldschützen sind stolz, dass die ganze Schiessanlage inkl. Scheibenstand mit 70 Aren Land, Parkplatz, Schützenhaus und dazugehörigem Grundstück dem Verein gehört. Diese Parforce-Leistung wäre ohne André nicht möglich gewesen. „Da der Grossteil der Mitglieder aber ohnehin „Spinner" sind, musste ich als Kassier immer bremsen. Allerdings nützte das nicht viel, beim Neubau des Schützenhausees war nur das Beste gut genug." sagte der umsichtige Kassier Christian Rützer.

Präsident André Meier verstand es während den dreissig Jahren als Präsident immer wieder, die leute zu motivieren. Unermüdlich und mit vollem Elan ging er selbstverständlich mit gutem Beispiel voran. Was jedoch nicht in Erfahrung gebracht werden konnte, ist, ob er auch schon im Schützenhaus übernachtet hat. Für seinen beispielhaften Einsatz zum Wohl der Dintiker Feldschätzen - der Verein zählt ungefähr 30 Mitglieder - wurde ihm ein Gutschein für eine Reise mit dem Glacier-Express mit seiner Frau und Helferin Liselotte übergeben. Wenn jeder Präsident und jede Vereinsführung seine Aufgabe ernst nehmen, und nicht beim kleinsten Problem die Flinte ins Korn werfen würde, könnten noch viele Schützenvereine überleben und die „Fusionitis" könnte gestoppt werden. (rbi)

Meistgesehen

Artboard 1