Im ersten Teil zeichnete Hansjörg Bischof, Leiter der Internationalen Christlichen Botschaft Jerusalem (ICEJ) Schweiz, ein klares Bild der geschichtlichen Ereignisse im Nahen Osten. Unter dem Titel «Israel und die Nationen» führte der profunde Israelkenner vom ersten Zionis-tenkongress 1897 in Basel, über die Entwicklung im britischen Protektorat Palästina bis hin zur Staatsgründung Israels 1948. Nur einen Tag nach der Gründung Israels griffen mehrere arabi-sche Länder den jungen Staat an. Auch im Sechstagekrieg 1967, als der einzige demokrati-sche Staat im Nahen Osten vor einer arabischen Übermacht stand, konnte sich Israel militä-risch behaupten. Eindrücklich zeigte der Referent, wie die Einwanderung von Arabern in die heutigen Palästinensergebiete erfolgte. Bis heute sprechen die Hamas und zahlreiche arabi-sche Staaten Israel das Existenzrecht ab. Ein Ausdruck davon ist der ständige Beschuss Isra-els mit Kassam-Raketen.
«Die Einstellung der Schweiz zu Israel hat sich sehr verändert», ist Nationalrat Christian Waber überzeugt. Als langjähriger Beobachter und Präsident der parlamentarischen Gruppe Schweiz - Israel referierte er zum Themenbereich «Israel und die Schweiz». Die oft einseitige und tendenziöse Berichterstattung der Medien führe zu einer Fehlinformation der Bevölkerung und schüre antiisraelische Gefühle. Diese Entwicklung erläuterte der erfahrene Politiker an mehreren Beispielen und beantwortete kompetent verschiedene Fragen des interessierten Publikums.
Unter dem Aspekt «Israel und wir» zeigte Pfarrer Samuel J. Schmid, welche persönlichen, gesellschaftlichen und politischen Schlüsse aus den geschilderten Tatsachen gezogen werden können. Der fundierte Theologe und Präsident der EDU Bezirk Aarau forderte zu einer Rück-besinnung auf die biblischen Werte auf. Der christliche Glaube führe zu Achtung und Liebe gegenüber Israel. «Gottes Liebe in Jesus Christus gilt allen Menschen», ist Schmid überzeugt und ruft die Anwesenden auf: «Unser Handeln soll von dieser Liebe geprägt sein.»
Der Anlass wurde musikalisch umrahmt von Markus und Margrit Klauser. Sie trugen israeli-sche Lieder in Hebräisch und Deutsch vor und luden zum Mitsingen ein. Bei Kaffee und Ku-chen schliesslich klang ein ausgefüllter Abend aus.
Veranstalter dieses aktuellen Informationsabends war die ICEJ Schweiz und die EDU Be-zirk Aarau. Die Internationale Christliche Botschaft Jerusalem wurde 1980 gegründet, unter-stützt Israel aufgrund biblischer Verheissungen und vertritt dabei Millionen von Christen welt-weit. Die EDU Bezirk Aarau steht ein für eine Politik, welche sich an den biblisch-christlichen Werten orientiert, und tritt mit 15 Kandidierenden zu den Grossratswahlen vom 8. März an.