Nachdem vor zwei Jahren eine Delegation der reformierten Kirchgemeinde Möhlin ihre Geschwistergemeinde in Ráckeve (Ungarn) besucht hatte, erfolgte in der letzten Schulferienwoche - genau: vom 5. - 9. August - ein Besuch in umgekehrter Richtung, indem eine beinahe dreissigköpfige Delegation aus Ráckeve die Kirchgemeinde in Möhlin besuchte.

Alle Gäste konnten privat in Möhlin untergebracht werden, dies dank der Gastfreundschaft der Mitglieder der Arbeitsgruppe „Partnerschaft Ungarn" und weiterer gastfreundlicher Menschen in Möhlin. Ihnen gebührt ein ganz grosser Dank!

Nach einem freundlichen Empfang im Kirchgemeindehaus am Ende einer langen Fahrt, ohne Übernachtung irgendwo unterwegs, waren die Gäste froh, sich rasch zu ihren Gastgebern begeben zu können, dort zu essen und dann früh schlafen gehen zu können.
Am Freitag ging es bereits auf den ersten Ausflug per Car, und zwar zuerst zum ökumenischen Kloster Beinwil SO, das 1978 nach einem Grossbrand wieder so schön
aufgebaut wurde, wie es vor dem Brand gewesen war. Bruder Christoph erzählte über die Geschichte und die heutige sehr offene ökumenische Begegnungsstätte.

Der zweite Schwerpunkt war die von Bildern vielen bekannte Kirche von Ligerz, in schönster Lage befindlich. Auch hier genoss die Reisegruppe eine gute, kunstgeschichtliche Führung durch den Gemeindepfarrer von Ligerz.

Der dritte Halt war bei der Winzerfamilie Teutsch im Weiler Schernelz oberhalb von Ligerz mit einem feinen Imbiss und Wein aus dem eigenen Rebberg.

Am Abend fand im reformierten Kirchgemeindehaus in Möhlin der Begegnungsabend mit einem feinen Abendessen, gemeinsamem Gesang von Schweizer - und ungarischen Liedern und lebhaften Gesprächen auf deutsch, ungarisch und englisch und mit einem Rückblick in Form einer Bilderschau über die Aktivitäten des Jahrs 2009 in der Kirchgemeinde statt.

Höhepunkt dieses Abends war die Vorstellung des neuen Gemeindepfarrers Béla Kálmán, der als Geschenk seiner Gemeinde eine wunderschöne Vase mitbrachte aus der Hollóháza in der nordöstlichsten Ecke Ungarns www.ungarninfo.org/index.php?id=163

Am Samstag - auch wieder bei Prachtswetter - ging es nach Luzern (Kappelbrücke, Altstadt, Löwendenkmal) und und von dort aus weiter in die Zentralschweiz per Bus und Schiff auf eine Erkundungsreise auf den Spuren von Wilhelm Tell: Brunnen - Rütliwiese - Tellsplatte mit Tellskapelle - Hohle Gasse - Tell-Denkmal in Altdorf.

Sowohl der Freitagsausflug, vorbereitet und durchgeführt durch Pfarrerin Christiane Bitterli als auch der Samstagsausflug vorbereitet von Theo Rüber und mit dem feinen Picknick, das Sonja Rüber in aller Frühe für alle ReiseteilehmerInnen vorbereitet hatte, waren - natürlich auch dank des schönen Wetters - ein wahres „Highlight" - es stimmte einfach alles!

Das inhaltliche Zentrum war der Festgottesdienst am Sonntag, gestaltet von den beiden Pfarrerinnen und Béla Kálmán. Wichtige Teile des Gottesdienstes - Lesungstext. Predigttext, Fürbitten und einigen Liedern, welche auch auf ungarisch gesungen werden konnten. Besonders bemerkenswert war die Tatsache, dass Kirchenpflegepräsidenr Claude Chautems die ungarischen Gäste in ihrer Muttersprache begrüsste und freundliche Worte an sie richtete.

Mittags-Wurstgrillplausch und anschliessend individuelles Nachmittagsprogramm (z.B. Möhlin, Rheinfelden, Basel und Musikautomatenmuseum) und das Abendessen - meist bei andern als den Gastgeberfamilien - also im Tausch - rundeten diesen Tag ab.

Am Montagmorgen fuhren die meisten Gäste mit ihren Autos wieder nach Hause; nur einer Familie, die mit dem Zug gekommen war und das bereits am Donnerstag in begleitet nach Graubünden gereist war, wurde der Rheinfall, Schaffhausen, Diessenhofen und Stein am Rhein gezeigt.

Schon am Abend kam die erfreuliche Botschaft, dass die fünf Autos mit je fünf Reisenden wohlbehalten in Ráckeve angekommen waren.

Die Arbeitsgruppe dankt allen, die diesem reibungslosen Gelingen der eindrücklichen Begegnung beigetragen haben, insbesondere allen Gastgeberinnen, die eine grosse Arbeit geleistet hatten, einschliesslich der beiden Familien, die sich auch bereit erklärt hatten, Gäste aufzunehmen.

Ausblick: Pfr. Kálmán lädt eine Delegation aus unserer Gemeinde im Jahr 2012 nach Ráckeve ein! Freuen wir uns darauf!