Gipf-Oberfrick

Dorfrundgang in Gipf-Oberfrick

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Grosses Interesse an einem informativen Rundgang in Gipf-Oberfrick.

Grosses Interesse an einem informativen Rundgang in Gipf-Oberfrick.

Vierzig Interessierte aus Dorf und Region beteiligten sich am Dorfrundgang in Gipf-Oberfrick am letzten Sonntagnachmittag. Ein spannender Anlass, zu welchem von Seiten des Jurapark Aargau begrüsst wurde und von Frau Vizeammann Regine Leutwyler. Mit der alten Bausubstanz eng vertraut, aber auch mit den Bezügen und Verflechtungen zur Fricktaler- und Ortsgeschichte, zeigte sich einmal mehr Lehrer Werner Fasolin. Er konnte entlang der Landstrasse, dann aber vor allem im Ortsteil Gipf aus dem Vollen schöpfen. Nicht nur weil er dort in einer umfassend erneuerten Altliegenschaft wohnt, sondern hier die ganze Palette von  ehemaligen Bauernhäusern, den einzige Miststock im Quartier, die Uebergänge vom Strohdach- und Holzhaus zum Steinhaus, sogar einen alten Kornspeicher, die Geschichte der Schönauer mit der alten Mühle und Feinheiten wie Rauchabzugöffnungen an einer Giebelfront, Fensterfassungen aus Kornbergsandstein und sogar das allererste Schulhaus in der Gipf vorzeigen konnte. Eine ganze Gebäudegruppe wird dem Baggerzahn weichen, wo die aufragenden Profile bereits eine Neuüberbauung ankündigen. Fasolin wehrte sich gegen Gleichmacherei in Richtung „Agglomerationsbrei“ setzt aber nicht einfach auf Erhaltung. An der Landstrasse kann er auf eine gelungene Renovation hinweisen, die auch zweckmässige Ausbauten über den alten Grundriss hinaus  zuliess. Er zog hier den Bogen zur scharfen Realteilung unter der österreichischen Herrschaft, die oft dazu führte, die direkte Nachbarparzelle zu erwerben, um die bestehende Baute zu erweitern. Siedlungen können also nicht einfach konserviert werden. Aber dass man sogar mit einem alten Bauschuppen dem „Pelegrini-Magazin“ gut umgehen kann, zeigten Cecilia und Werner Rein in der Galerie mit Werkhof-Charakter, einem Garten am Bach und den grosszügigen Räumlichkeiten für Ausstellungen, Kleine Bühne, Party- und Begegnungsraum. In der Kirche St. Wendelin war dann Sakristan Beat Waldmeier am Zuge, welcher den Gehr-Bilder-Zyklus im Kirchenraum erläuterte, aber auch das grosse Geläute im Turm und die bunten Fenster aus der alten Kapelle, welche an der Landstrasse 1971 dem Kirchenneubau weichen musste. Den Abschluss bildete nach drei Stunden „dichter Information“ die wohlverdiente Zobigrunde im Säli des Gasthof Rössli, dem ältesten Gasthof der Gemeinde. Am Samstag, den 27. Oktober wird der nächste Dorfrundgang im Jurapark stattfinden, ab 14.00 h in Zeihen.

Peter Bircher, Wölflinswil

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