Aarau

Doppelter Jobkiller: Schweizer Franken und verfehlte Sparpolitik des Kantons Aargau

megaphoneLeserbeitrag aus AarauAarau

Im Zentrum der Delegiertenversammlung der Unia Region Aargau standen die Sorgen um Arbeitsplätze und Arbeitsbedingungen. Nicht nur die negativen Auswirkungen des starken Frankens sorgten für Gesprächstoff, sondern auch die verfehlte Finanzpolitik des Kantons Aargau, welche ebenso ein Jobkiller ist wie der starke Schweizer Franken.

Jobkiller Schweizer Franken

Als Industriekanton ist der Aargau in besonderem Mass von der Aufhebung des Euro-Mindestkurses betroffen. Die schlechten Nachrichten nehmen zu: unbezahlte Mehrarbeit, Lohnkürzung und Stellenabbau. Der starke Schweizer Franken entpuppt sich als Jobkiller. Mit ihrer Resolution schnürten die Unia-Delegierten ein Massnahmenpacket um diesen negativen Trend zu stoppen:  

  • Kein Jobabbau ohne Sozialplan: Die Arbeitnehmenden dürfen nicht den Preis des starken Franken berappen.
  • Wiedereinführung eines Mindestkurses: Sonst droht eine Deindustrialisierung unseres Kantons.
  • Aargauer Regierung muss auf verfehlter Sparpolitik verzichten und in Bern für ihren Kanton und damit für einen neuen Mindestkurs kämpfen.
  • Aufruf an alle Arbeitnehmenden: Jetzt in die Gewerkschaft eintreten statt alles schlucken.

Jobkiller Kanton Aargau

Besorgt zeigten sich die Delegierten auch über den geplanten Leistungsabbau, getarnt als Sparmassnahmen, welche die Regierung angekündigt hat. Trotz der Ablehnung der Leistungsanalyse durch das Aargauer Stimmvolk am 8. März plant die Regierung bereits einen weiteren und weitaus massiveren Leitungsabbau und lässt keinen Zweifel daran wie einseitig er die Finanzprobleme des Kantons lösen will. Er spricht zwar von Ausgaben und Einnahmen, aber nur bei den Ausgaben wird er mit Abbauplänen konkret. Dies obwohl die Bevölkerung klar gezeigt hat, dass sie einen Leistungsabbau nicht akzeptiert, insbesondere nicht bei der Bildung.

Grossrätin und Gewerkschaftssekretärin Irène Kälin präsentierte in ihrem Referat die gewerkschaftlichen  Antworten auf den geplanten Leistungsabbau der Regierung. Die Lösungen liegen bereits auf dem Tisch und seien nun wichtiger denn je, da Kälin befürchtet, dass sich die Bürgerinnen und Bürger nicht zum geplanten Raubbau am Kanton werden äussern dürfen, da dieser in der Budgetdebatte des Grossen Rates mit Schützenhilfe der Bürgerlichen über die Bühne gehen werde. Die Antworten der Unia auf den Leistungsabbau sind die drei gewerkschaftlich (mit)getragenen Initiativen:

  • Arbeit und Weiterbildung für alle
  • Kinder und Eltern: für familienergänzende Betreuungsstrukturen
  • Krankenkassenprämienverbilligung

„Diese Initiativen sind unsere Antwort auf den Raubbau hinter verschlossenem Vorhang. Wir haben nicht vergessen, dass wir alle ‚Staat’ sind. Wir wollen einen starken Staat für einen starken Kanton Aargau und für alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer,“ hält Kälin im Namen aller fest.

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