Anfangs der Siebzigerjahre spürte der Radfahrerverein „Helvetia“ Sulz, dass er der Nachwuchsförderung mehr Gewicht beimessen sollte. Dies führte 1975 zur Gründung der Jungradler. Als erste Leiter stellten sich Toni Obrist, Ewald Schraner und Karl Weiss zur Verfügung. Vorerst beschränkte man sich auf Tagesausflüge und die Teilnahme an sogenannten Blumenkorsos. „Viele der jungen Rennfahrer verfügten damals oft über Velos in sehr schlechtem Zustand“, erinnert sich RV Sulz-Präsident Oskar Schraner. Die Leiter hätten dann die Fahrräder jeweils auf Vordermann gebracht. „Geh zu den Jungradlern, dann ist dein Velo wieder in Ordnung!“ habe deshalb einmal ein Vater seinem Sohn empfohlen.

Heute ist dies alles anders: Unterdessen gibt es auch Mädchen, welche dem Radsport frönen, und da gibt es ja mit den beiden Sulzer Spitzenfahrerinnen Martina und Sandra Weiss beste Vorbilder. Den jungen Fahrerinnen und Fahrern stellt der RV Sulz die Tri-kots und für eine jährliche Miete von 100 Franken die Rennvelos zur Verfügung. Mitte der Neunzigerjahre begann man mit einer systematischen Schulung der jungen Sports-leute, welche seit 2009 in Zusammenarbeit mit dem VMC Gansingen erfolgt. Nebst regelmässigen Trainings gehören dazu namentlich Tagesausfahrten, Teilnahme an Rennen sowie am Schweizerischen Schülercup.

Am Samstag, 15. August, findet nun aus Anlass des 40. Geburtstags auf dem Areal der Automobile Weiss in Sulz eine kleine Geburtstagsfeier statt. Der Festtag wird mit einem Gottesdienst eröffnet, verbunden mit der an diesem Tag (Maria Himmelfahrt) üblichen Segnung der Palmsträusse der Mädchen. Anschliessend erfolgt eine Zweiradsegnung. Ein Einzelzeitfahren für Schülerinnen und Schüler sowie ein Geschicklichkeitsparcour gehören nebst verschiedenen Attraktionen zum Nachmittagsprogramm, dessen Höhepunkt ein kleiner Jubiläumsakt sein wird. Der Sonntag ist dann dem traditionellen Fricktalischen Mannschaftsfahren gewidmet.