Seengen

Die Schule Seengen lud zum Elternabend „ Umgang mit neuen Medien – Sonnen- und Schattense

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Über 300 interessierte Eltern meldeten sich für den Informationsabend im Januar 2014 an. Das Interesse war so gross, dass rund 100 Eltern auf einen 2. Informationsabend im Februar 2014 vertröstet werden mussten. Zusammen mit dem Verein „Zischtig.ch“ hat sich die Schule Seengen seit letztem November intensiv auf den Weg gemacht, die Thematik auf allen Ebenen, Lehrer, Schüler und Eltern eingehend anzugehen. Ziel des Elternabends war es, dass die Eltern in der Lage sind von „Handy und Co.“ Sonnen – und Schattenseiten zu sehen und angemessen zu Hause zu reagieren. Nur über Verbote lassen sich nämlich die „Kids“ nicht abhalten sich in den Chattrooms oder den verschiedenen anderen Plattformen zu bewegen.

«Auch an der Schule Seengen wurden in den letzten Monaten mehr und mehr auch negative Erfahrungen mit den neuen Medien gemacht“ sagte Schulleiter Urs Bögli. Konkret wurden teilweise üble Bilder oder Beschimpfungen umhergeschickt, die z.T. schwere Folgen für die Schüler hatten. Die Kinder sind sich dieser Wirkungen oft zu wenig bewusst.

Deshalb hat die Schule auch Lehrerweiterbildungen organisiert. Fachleute vom Verein Zischtig.ch haben mit den Schülern der 4. Primarschule sowie den 2. Oberstufe das Thema geschlechtergetrennt behandelt. Eine Aktion, von der sich der Schulleiter Urs Bögli auch Nachhaltigkeit erhofft, da in Zukunft nach und nach alle Klassen mit Zischtig.ch zusammenarbeiten werden.

Sicherer Umgang mit Medien

Vor Ort waren Esther Burri und Lukas Vollenweider von Zischtig.ch. Der Verein bietet Medienbildung für Schule und Eltern an und strebt den sicheren Umgang mit Medien wie Smartphones und Tablets an.

Am Abend ging es darum, die Eltern auf die Gefahren hinzuweisen, die im Internet lauern. Beispielsweise dass Bilder schnell versendet sind und immer einen Fussabdruck hinterlassen. Oder dass die Kinder schnell auf pornografische Seiten im Netz stossen.

Bei Mädchen sei vor allem das Chatten ein grosses Thema. Heute hätten die Kinder die Möglichkeit, 24 Stunden online zu sein, und sie seien so immer schwerer kontrollierbar.

Burri ermunterte die Eltern, über Themen wie Pornografie im Internet zu sprechen, offen und neugierig gegenüber den Kindern zu sein. «Die neuen Medien sind ein Brennpunkt, der fordert und viel Energie braucht», sagte sie.

Auch das Thema Sucht wurde angesprochen. Fotos auf Instagram oder Facebook zu stellen und sich durch seine Freunde bestätigen zu lassen, könne zur Sucht werden, sagte Burri.

Es sei wichtig, handyfreie Stunden oder Zonen einzuführen. Beispielsweise mit Kistchen, in denen jedes Familienmitglied in der Nacht und während des Essens das Handy deponieren muss. Oder indem zu bestimmten Zeiten das WLAN-Netz abgeschaltet wird.

«Nehmen Sie den Schwarzen Peter an sich und sind Sie die Peinlichsten», riet Burri. Denn Regeln seien nötig. Ratschläge, die sich einige Eltern bei der nachfolgenden Diskussion zu Herzen nahmen. Auch die Schule Seengen wird die bestehenden Handyregeln überdenken.

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