Ausstellung vom 7. - 23 September

Barbara Bösch, Kaufdorf, Skulpturen aus Stein

Rahel Di Nicolantonio, Burgaeschi, Malerei

Barbara Bösch erklärt in ihrer Ansprache, wie die gemeinsame Ausstellung entstanden ist und welche „Antriebskräfte“ sie zu künstlerischen Ausdrucksformen bewegt. Bei beiden ist es eine elementare Freude am Gestalten, ein Gefühl der Ungebundenheit eingeschlossen. Rahel Di Nicolantonio empfindet den Malprozess als schöne, lange Reise, auf der ihr immer wieder Eindrücke aus ihrem Umfeld begegnen: Menschen, Tiere und die Natur. Sie schöpft Energie und Lebensfreude aus dieser Arbeit und schätzt die fast grenzenlose Freiheit im Ausdruck. Mischtechnik nennt sie, was sie mit Acrylfarben und andern Mitteln auf Leinwänden festhält. Barbara Bösch bearbeitet härteres Material: Sandstein und Marmor. Die Vorstellungen ihres Geistes beflügeln sie bei der Arbeit, sie vergisst dabei die Belanglosigkeiten und Grenzen menschlichen Daseins. Sie sucht bewusst figürliche Darstellungen. Ihre Frauenskulpturen richten die ganze Aufmerksamkeit auf innere Werte. Durch behauen und schleifen entstehen Urgöttinnen, die sich ihrer prallen Rundungen erfreuen. Eine davon ist Mutter Erde, die alle darauf wandelnden, kriechenden und fliegenden Lebewesen als ihre Kinder betrachtet.

Und weil sich nicht alle Gedanken und Gefühle in Worte fassen lassen, verhilft den Vernissagegästen eine Tanzperformance zu einem vertieften Einblick in die Ausstellung. Zur Musik von Ali Salviani tanzten Joana Hermes, Chiara Halter, Laura Kronig und Julia Wechsler, zuerst im Dachraum und dann auch im Garten. Die choreografische Arbeit entstand in Anlehnung an die Skulpturen und Bilderwelten nach den Vorstellungen von Karin Hermes.

R. Di Nicolantonio ist an allen Wochenenden, B. Bösch immer sonntags im NäijereHuus anzutreffen.

Öffnungszeiten Galerie: Sa/So 14 – 17, Mi/Fr 18 – 20 Uhr

Georg Schmid, Heinrichswil