da. Urs Wild berichtigte ausführlich über die Entstehungsgeschichte der 25 Kilowattpik- Anlage. Auf Grund der Initiative von Gemeinderat Felix Spuler fand sich Mitte des vergangenen Jahres eine Kerngruppe zusammen, welche das Projekt lancierte. Innert Kürze konnten Investoren gefunden und da auch noch viele Gönner ihr Interesse bekundeten, konnte die Anlage einiges grösser konzipiert werden als ursprünglich geplant.  Nach intensiver Vorarbeit wurden schliesslich die 112 Panels in Fronarbeit durch die Investoren auf dem Dach montiert. Felix Spuler erläuterte den Gästen auf dem Dach nochmals, welche Schwierigkeiten bei der Montage beachtet werden mussten.

Urs Wild erklärte danach das Online-Monitoring der Anlage. Via Computer können viele Angaben erfasst und gespeichert werden. In erster Linie interessant ist die Produktionsmenge der Anlage. Aber auch der gesamte Tagesverlauf wird genau aufgezeichnet. Das bisher sehr sonnige Wetter ist dafür verantwortlich, dass die Anlage seit der Betriebnahme deutlich über dem zu erreichenden Jahresschnitt produziert.

Grossrätin Astrid Andermatt, Gründungsmitglied der IG SOLE,  betonte in ihren Worten, wie wichtig die Realisierung solcher Anlagen sind, um den nötigen Umstieg weg vom Atomstrom hin zur Produktion durch alternative Energieerzeugungsarten voranzutreiben. Die bisher oft  belächelte Solarproduktion hat noch ein immenses Potenzial. Denn: In einer Stunde liefert die Sonne so viel Energie wie die Menschheit in einem Jahr verbraucht! Das realistische Ziel muss sein: 1 m2 Kollektoren bis 2020 und 1 m2 Solarzellen pro Kopf. Um diese beiden Ziele erreichen zu können, braucht es natürlich noch grosse Anstrengungen. Entscheidungen, wie diejenige der SBB, vom Atomstrom weg zu  kommen, helfen mit, das Bewusstsein der Bevölkerung zu stärken. Mit staatlicher Unterstützung wird der Durchbruch gelingen, dies zeigt Deutschland eindrücklich. Darum ist die Forderung der SP und der Grünen bei der kostendeckenden Einspeisevergütung (KEV) den „Finanzdeckel" wegzunehmen, eine ganz wichtige. In ihren Schlussworten hielt Astrid Andermatt fest: „Aber auch ohne staatliche Hilfe wird die Sonne mit ihrer Kraft überzeugen. Diese Garantie ist klar gegeben und kein plumpes Wahlversprechen. Dies ist meine persönliche Erfahrung in vielen Jahren  knochenharter Arbeit im Umweltbereich". Im Anschluss übergab sie Urs Wild pure Sonnenenergie in Form eines Glases Honig und einen Power-Tee, um ihm genügend Energie für weitere Projekte zu wünschen. In ihren Grussworten betonte die Präsidentin der IG SOLE, Erika Elsässer, dass die Anstrengungen im Bereich erneuerbarer Energien weiter intensiviert werden müssen, damit eine nachhaltige Stromproduktion erreicht werden kann. Im Speziellen forderte sie, dass die Bevölkerung seitens des AEW's  angehalten werden soll, vermehrt Solarstrom zu kaufen, damit ein Markt entsteht und die Nachfrage unabhängig der staatlichen Förderung zu funktionieren beginnt. Zum Schluss wurde eingeladen zur Teilnahme an der Kundgebung „MenschenStrom ohne Atom" am nächsten Sonntag.