Reinach (AG)

Die Freiheit, neue Töne anzuschlagen

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Traditionell gestalten in Reinach Pfarrer, Katechetin und Konfirmanden gemeinsam den Konfirmations-Gottesdienst. So haben die Unterrichts-Schüler dieses Jahr das Thema «Freiheit und Entscheidungen treffen» gewählt und zusammen mit dem Chor TenSing ein Musikstück aus dem Genre Hardrock einstudiert: «It’s my life» von Bon Jovi. «Mein Leben, meine Entscheidung»

Nach und nach füllte sich die Kirche und so war bis zum Gottesdienst-Beginn fast jeder Platz besetzt. Gotte, Götti, Grosseltern, Freunde und Familien der Jugendlichen erwarteten gespannt den Einmarsch der Konfirmanden, welcher von Pfarrer Andreas Schindler und Katechetin Kathrin Hunziker geleitet wurde. Nach dem traditionellen Friedensgruss, initiiert durch Pfarrer Schindler, trat die erste Konfirmandin ans Mikrofon und stellte jeden ihrer Kolleginnen und Kollegen mit Namen, Hobbys und Zukunftsplänen vor. Neben Ausbildungen zum Bäcker, zur Kauffrau oder Fachfrau Gesundheit steht auch die schulische Weiterbildung an der Kanti hoch im Kurs. Nach der Vorstellungsrunde hielt ein weiterer Schüler einen Rückblick auf das vergangene Unterrichtsjahr und das Konflager, das trotz schlechtem Wetter eine super Sache war.

«It’s my life»

Der Jugendchor «TenSing» umrahmte den Gottesdienst mit modernen, schwungvollen Liedern. Bei Bon Jovi’s «It’s my life» wurden sie von den Konfirmandinnen und Konfirmanden tatkräftig unterstützt. «It’s my life. It’s now or never», übernahm Pfarrer Schindler die Worte aus dem eben gehörten Lied und ging damit auf das Thema der diesjährigen Konfirmation ein: Freiheit und Entscheidungen treffen. «In der Schweiz geniessen wir viele verschiedene Freiheiten: wir können selber einen Beruf wählen, bestimmen, wen wir heiraten und wie wir unsere Freizeit verbringen wollen. Weshalb gibt es denn auch bei uns Gefängnisse? Menschen, die sich nicht frei bewegen können?» fragte Schindler. «Freiheit ist nicht grenzenlos!» beantwortete er die Frage gleich selber. «Wer mit seinem Handeln die Freiheit seines Nächsten beeinträchtigt, läuft Gefahr, seine eigene (Freiheit) zu verlieren. Wer sich nicht an Regeln und Grenzen hält, muss mit Einschränkungen rechnen.» So wünschte er sich von den Konfirmanden, sie mögen ihre Freiheit mit Bedacht geniessen und ihre Grenzen mit Vernunft ausloten. «Es gibt viele Dinge, die einen in der Freiheit einschränken: Drogen oder falsche Freunde zum Beispiel, lassen einen schlechte Entscheidungen treffen, welche wiederum die eigene Entwicklung hemmen.»

Nach diesen eindrücklichen Worten konnten die Jugendlichen ihre Konfirmation empfangen. Mit einem Händedruck verlas Pfarrer Schindler jedem Einzelnen den gewählten Konfirmationsspruch, während im Hintergrund an die Wand ein Bild projiziert wurde, das die Schüler persönlich wählen konnten.

Im Anschluss an den Gottesdienst waren alle Besucher herzlich eingeladen, die Zeit bis zum Restaurant-Besuch bei einem Apéro in der Kirche zu überbrücken und sich mit anderen Familien auszutauschen.

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