Am 30.8.14 stand die sehnsüchtig erwartete Vereinsreise der Damenriege Staffelbach (inklusive Volleyballerinnen) vor der Tür. Um 6:15Uhr ging es von Staffelbach mit den Autos nach Zofingen und von dort mit den öffentlichen Verkehrsmitteln Richtung Saanen. Im Zug bastelten alle mit den mitgebrachten Nagelscheren einen „Schärenschnitt" aus buntem Papier, da unser Etappenziel Gstaad, für solche bekannt ist.

In Saanen stiegen wir vorerst aus und trafen nach wenigen Gehminuten bei der neu erbauten Jugendherberge ein. Das Gepäck zwischengelagert, machte die Gruppe einen 30 minütigen Fussmarsch ins berühmte Gstaad. Dort angekommen, genossen wir unseren Lunch inmitten der speziellen Bauten des Dorfes. Nach einem Spaziergang durch dieses und seine Geschäfte, traten wir bereits am frühen Nachmittag den Fussmarsch zurück Richtung Saanen an. Unterwegs wurde einigen Damen sehr warm und so sprangen sie kurzerhand in den Bach, welcher neben unserem Weg floss.

In der Herberge hiess es Zimmer beziehen und kurz frischmachen, denn um 15 Uhr ging‘s bereits wieder mit dem Zug weiter nach Richtung Schönried. Dort bestiegen wir eine der letzten Gondelbahnen auf den Berg. Oben angekommen, konnten diejenigen, welche Lust und Mut hatten, mit der Rodelbahn fahren; die anderen genossen die schöne Aussicht. Anschliessend marschierten wir quer durch Kuhweiden, bis wir in der Ferne ein Haus entdeckten. Dort wurden wir freundlich von der Bauernfamilie empfangen und genossen das Apéro mit hauseigenem Speck und frischem Käse. Um 18:00 Uhr durften wir zu Tisch und bekamen ein köstliches Abendessen serviert. Vor dem Dessert wurden dann, die von der Gastfamilie ausgesuchten, teils sehr kreativen „Schärenschnitte“ prämiert. Im Anschluss brachte uns die Gastgeberfamilie das Jodeln näher, wobei unsererseits noch schwer am Treffen der Töne gearbeitet werden muss. Gemeinsam liessen wir den Abend ausklingen.

Am Sonntag stand bereits um 7:45 Uhr wieder frühstücken auf dem Plan. Danach deponierten wir unser Gepäck beim Bahnhof und fuhren mit dem Bus bis zum Col de Pillon. Warm angezogen ging‘s mit der Gondelbahn auf den Berg. Hier gab es erneut die Möglichkeit eine Runde zu rodeln, was von den Turnerinnen kreischend und lachend genutzt wurde.

Mit dem Sessellift ein Stück nach unten gefahren, liefen wir danach bei schönstem Wetter dem Gletscher entlang durch den Schnee. August und wir waren bereits im Schnee- unglaublich! Das letzte Stück ging über Steine bis zu einem kleinen Restaurant am Ende der Felsen. Die wunderschöne Aussicht auf Les Diablerets und das darunterliegende Tal musste genossen und fotografisch festgehalten werden. Sonne getankt, genossen wir eine feine hausgemachte Gerstensuppe. Als einige hörten, dass ein Pistenfahrzeug eintreffen werde, war die Motivation den Weg zurück zu gehen, nicht sehr gross und so wurde beschlossen, dass wir alle gemeinsam mit dem Pistenfahrzeug zurückgeführt werden. Das war ebenfalls ein nicht alltägliches Erlebnis.

Im aufziehenden Nebel turnten wir die Gymnastik des diesjährigen Turnfestes. Ja auch das muss man malerlebt haben.

Danach ging es mit der Gondelbahn wieder zurück zur Talstation. Die anschliessende Busfahrt wurde mit dem Versuch, das am Vorabend erlernte Jodeln den anderen Fahrgästen zu zeigen, deutlich lustiger. Im Zug machte sich das anstrengende Wochenende bemerkbar. Die Müdigkeit war den Turnerinnen anzusehen.

Wir hatten ein riesiges Wetterglück, Sonne und ein paar Rote andenken in den Gesichtern.

Wir sind gespannt wo die Reise das nächste Jahr hinführt.

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