Den Weiher saubermachen, die Waldstrassen wieder in Ordnung bringen, den Wald für den Winter vorbereiten: Im Rahmen der Projektwoche bewältigten die Drittklässlerinnen und Drittklässler der Bezirksschule Brugg zahlreiche vielfältige und körperlich teilweise äusserst anstrengende Arbeiten. Titus Meier, Daniela Winterhofen und Markus Vogel wollten ihren Schülerinnen und Schülern klarmachen, wie es ist, wenn beim Arbeiten für einmal nicht in erster Linie der Kopf, sondern der Körper gefordert wird.

Vom Montag, 4.September, bis Freitag, 8.September, wurde der übliche Stundenplan ausser Kraft gesetzt und die Schüler und Schülerinnen der Bezirksschule Brugg durften eine Projektwoche mit verschiedenen Aktivitäten geniessen. Teilweise in Zusammenarbeit mit der Stadt Brugg wurde von den Lehrpersonen ein sehr abwechslungsreiches, auf Erfahrungszuwachs ausgelegtes Programm erstellt.

Während sich die Erstklässlerinnen und Erstklässler im Rahmen ihrer „Kennenlern- und Lernwoche“ unter anderem auf eine Nachtwanderung von Koblenz bis nach Brugg begaben, stand bei den Zweitklässlerinnen und Zweitklässler eine Lagerwoche auf dem Programm.

Das für die dritten Klassen der Bezirksschule geltende Oberthema lautete in diesem Jahr: Zukunft, Geld & Arbeit. Nachdem die 3. Klässler eine zum Teil sehr anstrengende und steile Wanderung, welche zwei Tage lang dauerte und im Kanton Tessin resp. im Kanton Bern stattfand, hinter sich hatten, wurde die Angelegenheit ernst: Eingeteilt in verschiedenen Schichten, wurden die Jugendlichen auf dem Bruggerberg beim Forstamt erwartet. Obwohl die Schüler und Schülerinnen von der langen und anstrengenden Wanderung erschöpft waren, war die Vorfreude nicht zu übersehen.

Nachdem die Forstwarte die Klassen in verschiedenen Gruppen unterteilt hatten, merkten auch die Schüler und Schülerinnen, dass sie spätestens jetzt bereit sein mussten, etwas zu leisten. Als die Jugendlichen mit den entsprechenden Werkzeugen bei ihrer Arbeitsstellen eintrafen, erklärte ihnen der Forstwart kurz und bündig ihre Aufträge. Gleich darauf wurden diese von den fleissigen Schuljungen und –mädchen in Angriff genommen. Nach nicht allzu langer Zeit begannen die ersten Schüler und Schülerinnen dann, hin und wieder verstohlene Blicke auf die Uhr zu werfen – und es dauerte auch nicht lange, bis die erwartete Frage gestellt wurde, wie lange es noch dauern würde, bis sie eine kleine Pause einlegen durften. Ein motivierender und lustiger Spruch von der Lehrperson setzte den Quengeleien zwischenzeitlich ein Ende und die Arbeiten wurden fortgesetzt. Es brauchte allerdings nicht lange und sowohl Lehrperson als auch Forstwart merkten, dass die Energie der Jugendlichen wieder aufgeladen werden musste. So wurde die mehr und mehr ersehnte Verschnaufpause schliesslich Tatsache. Nach der kurzen Trink- und Essenspause wurde noch rasch das eine oder andere Selfie geschossen, bis alle sich mit dem Geknipsten einverstanden gaben. Daraufhin wurde die Arbeit voller Motivation und fast schon euphorisch fortgesetzt. Die Aufträge wurden in kurzer Zeit erledigt und nach einer Kontrolle durch den Forstwart durften die Schülerinnen und Schüler endlich in den Feierabend gehen. „Endlich, endlich haben wir es auch geschafft! Schon seit Stunden wartete ich darauf, diesen Berg hinter mir zu lassen, um nach Hause zu gehen und eine lauwarme Dusche zu geniessen!“ meine ein Schüler mit dankbarem und sichtlich erschöpften Lächeln im Gesicht.

Im Nachhinein wurde den Jugendlichen die Frage gestellt, wie sie diesen Arbeitsnachmittag gefunden hatten. Die meisten Schüler und Schülerinnen antworteten, ihnen würde die Schule besser gefallen als das Arbeiten – und dass ihnen durch diesen Arbeitseinsatz einmal mehr klar geworden sei, was für ein Glück sie hätten, dass sie auf den Schulbänken sitzen und in den warmen Klassenzimmern Wissen konsumieren konnten.

Ein Lernprogramm namens Moneyfit, welches von der Postfinance erstellt wurde, hatte ebenfalls seinen Platz im Programm der Drittklässlerinnen und Drittklässler. Zwei Halbtage lang sollten sich die Jugendlichen mit verschiedene Aufgaben rund um das Thema Geld beschäftigen und diese teilweise schriftlich und teils auch online bearbeiten. Ihre letzten Energien durften die Drittklässlerinnen und Drittklässler dann am Freitagnachmittag im Rahmen eines Sportturniers in der Turnhalle rauslassen.

Sehr müde, aber glücklich ging’s daraufhin ins Wochenende.

                                                                                                                                                                                                                                 Brugg AG, 09.09.2017/ 13.09.2017                                                                                      Kefo Iscen & Dario Accardi, B3b