Arbeiten, anpacken wie in der Lehre ist bei uns natürlich ein Thema. So kamen wir in Kontakt mit der Stiftung Bergwald, von der wir Fachleute für Arbeiten im Wald engagierten. Herr Schifferli, der Kursleiter, stellte uns und den Eltern an einem Montag seine Organisation und die Aufgaben in dieser Lagerwoche vor.

Die Reise in die Berge begann am nächsten Sonntagnachmittag unter der Leitung des Klassenlehrers Herr Hochuli. Unterwegs Richtung Chur, bei einem Halt am Walensee, spendierte  uns Herr Burger, unser Heilpädagoge eine Glace. Nach der Ankunft in St. Peter im Schanfigg mussten wir dann die Lebensmittel zu Frau Frey, der Hauswirtschaftslehrerin, in die Küche bringen. Später hatten wir Freizeit, bis uns Herr Hochuli in den Esssaal rief. Die Betreuer der Stiftung Bergwald stellten sich alle vor und  informierten uns über die kommende Woche. Als wir dann Bescheid wussten, hatten wir noch Freizeit um Fussball oder anderes zu spielen.

Am nächsten Morgen mussten wir um 06:15 Uhr aufstehen. Um 07:00 gab es Morgenessen und um 07:50 Uhr war Besammlung bei unserem Treffpunkt. Nach der Information durch den Kursleiter brachten wir das Essen und das Wasser gruppenweise in die Militärpuchs. Danach fuhren wir los zu den Arbeitsplätzen.

Wir entasteten den ganzen Tag kleine Bäume für den Zaunbau. Die andere Gruppe lernte mit Beilen umgehen und Bäume fällen: Spektakulär, wenn die grossen Fichten auf die Erde donnerten. So arbeiteten wir den ganzen Morgen. Nach dem Mittagessen badete die eine Gruppe im eiskalten Bach. Danach mussten wir uns unter der Leitung der Spezialisten der Stiftung dem Werkbuch widmen. Wir beschrieben unsere Arbeit und machten die nötigen Skizzen. Um 17:30 Uhr hatten wir Feierabend und fuhren nach Hause. Nun war duschen, je nachdem Tagebuch schreiben oder Küchenarbeit angesagt. Nach dem Nachtessen waren wieder Minitramp und Fussball angesagt.

In diesem Tagesrhythmus haben wir die ganze Woche gearbeitet, auch am Mittwoch.

Am zweiten Tag haben wir mit dem Zaunbau begonnen. Ein Spezialist hat uns die Bedeutung der Zäune von früher erklärt und verschiedene alte Zauntypen vorgestellt.

Bald wussten wir, welcher Zaun wohin kommt und los ging es. Am dritten Tag fuhren die einen wieder mit dem Zaunbau weiter, während die andere Gruppe einen Weg instand stellte und verbreiterte. Diese beiden Arbeiten beschäftigten uns für den Rest der Woche.

Am Donnerstagabend liessen wir uns auf eine Alp über der Waldgrenze fahren, genossen den Sonnenuntergang, die grandiose Aussicht aufs Schanfigg und nicht zuletzt unser Nachtessen.

Am Freitag, dem letzten Tag, haben wir das grosse Ziel erreicht: Der Zaun war wie vom Förster gewünscht fertig gebaut, der Weg über eine längere Strecke wieder problemlos begehbar. Danach mussten wir die Werkzeuge putzen. Dann war es schon bald halb drei Uhr und die Schlussbesprechung fand statt. Da kam auch schon unser Car. Wir verabschiedeten uns von den Leitern der Stiftung Bergwald, vom Förster und dem anwesenden Forstwart. Die Fahrt nach Seon dauerte dann etwa drei einhalb Stunden.

Patrick: Es war eine interessante, aber anstrengende und lustige Woche.

Wir danken der Stiftung Umweltbildung Schweiz und der Pro Juventute Aargau, Regionalgruppe Lenzburg, für die grosszügige finanzielle Unterstützung, die unser Budget massgeblich entlastet hat.

 Hakan Osma und andere Schüler der 4. Real Seon