Zuchwil

Der Zivilschutz verliert einen engagierten Kommandanten

megaphoneLeserbeitrag aus ZuchwilZuchwil
Gemeindepräsident Stefan Hug (links) würdigt Hans-Rudolf Horisberger

Gemeindepräsident Stefan Hug (links) würdigt Hans-Rudolf Horisberger

«Selbstlos», «konstruktiv», «kooperativ», «geradlinig», und vor allem «ä ehrliche Typ» waren nur einige Schlagworte, die einem an diesem Abend im November immer wieder zu Ohren kamen und an die Adresse des abtretenden, sichtbar gerührten Kommandanten, Hans-Rudolf Horisberger, gingen. Geehrt wurde er durch Stefan Hug (Gemeindepräsident Zuchwil), Peter Huber (Leiter Zivilschutz, Kt. SO), Martin Rüfenacht (Präsident des neuen Zweckverbandes Aare Süd) und Michael Grädel (Kommandant der neuen Zivilschutzorganisation Aare Süd).

In der Zivilschutzanlage der ehemaligen Zivilschutzorganisation Zuchwil-Luterbach (RZSO-ZULU) wurde der Kommandant, der seine eigenen Interessen immer in den Hintergrund stellte und das Allgemeinwohl als erste Priorität behandelte, verabschiedet. Daher verwunderte es auch nicht, dass er in all den Jahren die Organisation vorbildlich führte und den immer wieder aufkommenden Herausforderungen fortwährend das Positive abgewann. Murren und sich über etwas echauffieren war nie sein Weg.

Dennoch endet auch dieser irgendwann einmal im Ruhestand. Das Dienstalter wie auch die Angliederung der Gemeinden Zuchwil und Luterbach an den neu gegründeten Verband Bevölkerungs- und Zivilschutz Aare Süd (VBZAS) mündete in den Entscheid, sich pensionieren zu lassen.

Im Zuge dieser Reorganisation der regionalen Zivilschutzorganisationen verliert der Zivilschutz nach 23 Jahren einen engagierten Kommandeur, der sich wie kein anderer darin verstand, die Beteiligten zu motivieren und das Beste aus ihnen herauszuholen.

Der Beifall, den Hans-Rudolf Horisberger an diesem Abend immer wieder bekam, war kein Zufall, drückte dieser doch einen tiefen Respekt der Anwesenden vor ihm aus. Einen solchen Respekt musste zuerst verdient werden. Dieser war nicht zuletzt auf das joviale Verhalten zurückzuführen, mit dem er zu jeder Zeit seine Zivilschützer behandelt hatte. So gab er auch an diesem Abend die Wertschätzung und Komplimente an seiner Person an die Anwesenden weiter. Im Mittelpunkt zu stehen, war ihm eher unangenehm.

Die Erreichung der ehrgeizigen Ziele und die gute Führung der Untergebenen, mag den Spagat nur erahnen, dem er sich immer wieder hingeben musste. Doch dies machte den RZSO Zuchwil-Luterbach zu einem Vorzeigebetrieb.

Die bevorstehende Pension sei jedoch eine noch grössere Herausforderung, witzelte sein Stellvertreter Hans Rothenbühler, der ebenfalls abtritt. Denn die habe noch niemand überlebt. Das folgende, kollegiale Lachen leitete den Übergang zum schmackhaften Apéro in gemütlicher Atmosphäre ein – ein Abend unter Freunden, wie die Situation zweifellos am besten beschrieben werden konnte.

Meistgesehen

Artboard 1