Vom 19. bis 24. September waren 29 Zivilschützer der ZSO Studenland im Tourismusgebiet Grindelwald tätig. Freiwillig zum Dienst gemeldet, haben sie während 6 Tagen grossen Einsatz geleistet. Vergleichbar mit einem Ernstfalleinsatz wie nach einem Hochwasser oder eines Erdrutsches, wurde Holz weggeräumt, neue Wander- und Waldwege erstellt oder vorhandene Wege ausgebessert. Neben den Pionieren haben sich auch Betreuer und Stabsassistenten zu diesem Einsatz gemeldet. Eine gelungene Abwechslung zu den jeweiligen Einsätzen im Bunker oder in Heimen.
Aufgeteilt in vier Gruppen wurde die Arbeit in Angriff genommen. Da manche Einsatzorte über 2000m.ü.M. lagen, konnten diese wegen des Neuschnees erst Mitte der Woche erreicht werden. Andere Einsatzgebiete lagen im Dorf selbst, auf dem Männlichen, am Öpfelchüechliweg oder beim Bachalpsee. Zum Teil mussten die Gruppen lange Anfahrtswege in Kauf nehmen, bevor mit der Arbeit begonnen werden konnte. So auch die Fahrt zum Bachalpsee, welcher nur über die grosse Scheidegg erreichbar war. Diese Gruppe investierte gut zwei Stunden Wegzeit pro Tag.
Begleitet wurden die vier Gruppen von je einem Grindelwaldner Gemeindearbeiter. Dieser instruierte die Gruppe nicht nur, sondern unterstützte sie aktiv bei allen Arbeiten. Die Zusammenarbeit klappte hervorragend. Die ganze Gemeinde Grindelwald schätzte den Einsatz der ZSO Studenland sehr, genauso wie die vorbeikommenden Touristen.
Untergebracht waren die Einsatzkräfte in der „Downtown Lodge", einer umfunktionierten Militäranlage, welche öffentlich zugänglich ist und eine günstige Alternative zu Hotels bietet. Um das leibliche Wohl war die eigene Küche bemüht, welche täglich Lunchpackete zum Mittagessen vorbereiteten. Am Abend gab's jeweils etwas fein Gekochtes um den Energiespeicher für den nächsten Tag aufzufüllen.
Eine ganz besondere Belohnung für die Anstrengungen war das wunderbare Herbstwetter mit einem faszinierenden Bergpanorama. Bei dieser Aussicht war die Arbeit sogleich etwas weniger anstrengend. Auch die Kameradschaft wurde gepflegt und man lernte sich bei diesem Einsatz etwas näher kennen und schätzen.