Beinwil (Freiamt)

Der Lindenberg verdient mehr Respekt

megaphoneaus Beinwil (Freiamt)Beinwil (Freiamt)

Der Lindenberg ist geprägt durch ein bäuerliches Landschaftsbild durchmischt mit Wäldern auf dem Bergrücken und entlang teils tiefen Tobeln vieler Bachläufe. Der weich geformte Bergrücken mit seinem höchsten Punkt auf 878 MüM ist eine prachtvolle Hinterlassenschaft des Reussgletschers vor ca. 100’000 Jahren und bildet eine noch heute nachvollziehbare Moränenlandschaft. Der weich geformte Hügelzug, mit seinen abwechslungsreichen Übergängen von Wald, Kulturland und Siedlungen konnte sich ohne grosse Eingriffe bis in die heutige Zeit erhalten. Durch seine Lage und Topografie ist der Lindenberg nicht nur ein regional sehr wertvoller Landschaftsraum, sondern er wird von weit her als sehr wertvolles Landschaftsbild wahrgenommen.

Und nun soll diese Schönheit zerstört werden. Ein Windpark mit fünf Turbinenanlagen von 229 Metern Höhe soll dieses Landschaftsbild und auch das sehr beliebte Naherholungsgebiet zerstören. Würde das Windturbinenprojekt Lindenberg in seiner heutigen Konzeption realisiert, würden fünf Windräder die Landschaft weit über die kantonalen Grenzen von Luzern und Aargau hinaus auf ungeahnte Zeit sehr negativ beeinflussen, dies nicht nur in landschaftlicher Betrachtung sondern auch in der Biodiversität der angrenzenden Wälder und der Moorlandschaft des Ballmoos. Mit diesen Dimensionen von fünf Windturbinen würde durch die konstante Bewegung der Windräder die ruhige Ausstrahlung des Lindenberges zerstört.

Der Regionalverband oberes Freiamt (REPLA) hat in seinem Projekt 2016 zur Förderung der Landschaftsqualität in Zusammenarbeit mit 17 Gemeinden, dies auch mit Beinwil, als Ziel gesetzt, dass die attraktiven Naherholungsgebiete in Siedlungsnähe zu sichern und aufzuwerten sind, sowie das Landschaftsbild überkommunal zu erhalten und die regionale Identität zu stärken sei. Dieses Ziel kann mit einer Windkraftanlage dieser Dimension sicher nicht erreicht werden.

Beat Marty Cham

Meistgesehen

Artboard 1