Kestenholz

Der Bienenzüchterverein-Gäu engagiert sich für seine Mitglieder und seinen Imkerlichen Nachwuchs.

megaphoneaus KestenholzKestenholz

Junge Imkerinnen und Imker fördern wir durch den periodischen Erfahrungsaustausch mit bestandenen Imker und den jeweiligen Tagesthemen. Monatlich treffen wir uns im Lehrbienenstand Schlattbrunnen in Oberbuchsiten und alle Teilnehmer können sich aktiv einbringen. Diese ERFA-Imkertreffen werden sehr geschätzt was sich in den jeweiligen Teilnehmerzahlen bestätigen.

Eines der letzten ERFA-Imkertreffen fand jedoch in Pratteln statt.

ERFA-Imkertreffen beim Regionalberater des BGD Raphael Giossi in Pratteln vom 18. Juni 2019.

Freundlich wurden die ERFA-Imker an diesem schönen Abend auf einem seiner Bienenstände mit 15 Völkern von Raphael Giossi empfangen.

Er orientierte uns zuerst über seinen Betrieb, seine Kursleitertätigkeit und über seine Arbeiten an seinen Bienen. In eindrücklicher Weise erklärt er uns seine Betriebsweise welche hauptsächlich auf die Jungvolk-Bildung (ca 150-200% Ableger pro Jahr), die Königinnenzucht und der Umgang mit der Varroa fokussiert ist.

Mit Leidenschaft erzählt er uns von seiner Ausbildner-Tätigkeit als Kursleiter im Imkergrundkurs für den kantonalverband beider Basel. Diese 10 Plätze in den Kursen sind immer sehr schnell ausgebucht.

Über seinen kürzlich gemachten Studienaufenthalt in England konnte Raphael soweit orientieren, dass dort teilweise andere Philosophien bei einem Teile der Imkerschaft beobachtet werden konnte. Es gibt eher kleinere Imkereien mit einer geringener Anzahl von Bienenvölker. Viele der besuchten Imkerinnen oder Imker orientieren sich nur bedingt über den Honigertrag, das Wohlergehen der Bienen und auch die Bestäubung der Kulturen sind da hoch im Kurs. Bei einem besuchten Züchter geht es vorrangig um das Verhalten der Bienen gegenüber der Varroa. Der Züchter vergleicht die geschädigten mit den unbeschädigten Varoamilben auf der Unterlage. Seine Erfahrungen sind, je höher der Anteil an geschädigte Varroa es hat, je besser kommen die Völker mit der Varroa zu Recht. Sein Fazit sei, nicht nur die Anzahl toter Milben auf der Unterlage sind massgebend, sondern auch wie hoch der Anteil an geschädigten Varroa ist, sei wichtig. Aus diesen Beobachtungen kann der Imker das Hygieneverhallten (SHV) des jeweiligen Volkes beurteilen. Es war sehr interessant das alles zu erfahren.

Nach dem anschauen einiger Bienenvölker und angeregter Diskussion durften wir noch eine Bratwurst genehmigen.

 Ganz herzlichen Dank an Raphael Giossi für den lehrreichen Abend und die freundliche Bewirtung.

 Bienenzüchter-Vereins Gäu

Leiter ERFA-Imkertreffen

Franz Berger,Kestenholz

Meistgesehen

Artboard 1