Am 9. Mai fand in Freienwil die Jahresversammlung des Aargauer Heimatschutzes statt. Die ordentlichen Traktanden zeigten das breite Tätigkeitsfeld des Vereins auf. Höhepunkt war die eindrücklichen Würdigung des zurückgetretenen Vorstandsmitglieds, des langjährigen Aargauer Denkmalpflegers Jürg A. Bossardt, durch Peter Paul Stöckli.

Im zweiten Teil ging es um das Projekt „Volkskulturgut Säli“. Das klassische Wirtshaus-Säli wurde in den letzten Jahrzehnten vom Zentrum des Dorflebens in jeder Aargauer Gemeinde allmählich zu einem bedrohten Kulturgut. Der Aargauer Heimatschutz versucht, den verbliebenen Säli eine Plattform zu geben. Er plant eine der beliebten Heimatschutzbroschüren, die Interessierte auf diese Bijoux und ihre bewegte Geschichte hinweist und damit stärken soll.

Die Gastgeber von der Genossenschaft Weisser Wind, die sich für den Erhalt der Wirtschaft und des seit 1910 kaum mehr veränderten Saals im früher beliebten Restaurant in Freienwil einsetzt, zeigten auf, dass Säli auch heute noch ein zentraler Wirtschaftsfaktor sein können. Veranstaltungen im Saal erlauben nämlich einem Pachtbetrieb, den Umsatz eines Kleinbetriebs markant zu steigern und somit attraktiv zu machen. Dies zeigen die erfreulichen Besucherzahlen an den regelmässigen Veranstaltungen im Weissen Wind eindrücklich.

Der Saal des Weisse Windes soll in der Broschüre enthalten sein. An der Jahresversammlung wurden mehrere entsprechende Bilder vorgestellt. Auch das Grillstübli im Engel Koblenz und der Jugenstilsalon in der Chämihütte Untersiggenthal werden nicht fehlen. Hinweise auf weitere Säli nimmt der Aargauer Heimatschutz gerne entgegen.