Ein Freitag, der 13., und der Vollmond verhiessen eine besondere Konstellation. Ebenso einmalig war dann auch der Ausflug des legendären Aarauer Fünfliber-Clubs, der für einmal über die Kantonsgrenze hinaus führte. Die neugierige und muntere Schar begab sich auf Spurensuche nach dem Leben und Werk des Schweizer Malers Cuno Amiet. Die erste Etappe führte in dessen Geburtstadt Solothurn und ins dortige Kunstmuseum, das über zahlreiche Werke Amiets verfügt. Nach einem kurzen Rundgang durch die barocke Altstadt und gestärkt von einer original Solothurner Torte aus der Confiserie Suteria verschob man sich wie seinerzeit der Künstler anno 1908 auf die idyllische Oschwand im Bernbiet. Clubmitglied Daniel Thalmann, ein Urenkel Cuno Amiets, führte durch das ehemalige Wohnhaus und Atelier und informierte über das Projekt eines Inspirations- und Begegnungsortes an der ehemaligen Wirkungsstätte des Malers.

Nach einer lauschigen Siesta im schattigen Baumgarten erreichte man das Tagesziel, den historischen Gasthof zum Bären in Madiswil. Bei einem „chüstigen“ Nachtessen zelebrierte Obmann Rainer „Till“ Hoffmann das Jahresbott, nachdem er wegen eines Missgeschicks des Personals vom Wirt mit frischem Hemd und Hose versorgt worden war. Höhepunkt war die Aufnahme von Max Suter, beruflich bei der Kantonspolizei Aargau tätig, als Neumitglied, nachdem er sich schon ein paar Jahre als „verdeckter Ermittler“ mit dem sagenumwobenen Clubleben anfreunden konnte, frei nach dem Motto „Freiheit in Gemütlichkeit“, das von Heinz Triebold eloquent in Erinnerung gerufen wurde. Schliesslich passierte auch die Wahl von Roland Müller als neuer Standartenträger ohne Misstöne, ehe man gegen Mitternacht glücklich und zufrieden wieder Aarau erreichte.

Hermann Rauber