Am Dienstagabend fand in Baden im GE-Konnexgebäude der letzte Energie-Apéro der Saison 17/18 statt. Das Thema "Mobilität – die Gesellschaft bewegt sich" betrifft alle. Wohin die Gesellschaft und ihre Mobilitätsansprüche sich bewegen und wie sehr die Mobilitätsanbieter dieses "Wohin" beeinflussen wollen, darauf gingen die beiden Referenten einerseits aus Sicht des Strassenverkehrs, aber auch des öffentlichen Verkehrs ein.

Martin Sennhauser, Leiter Energiefachstelle Baden, durfte an die 170 Gäste zum aktuellen Thema Mobilität begrüssen. An die 40 Prozent der CO2-Emissionen gehen auf Kosten des Verkehrs, und dieser nimmt nicht ab. Wie eine zukunftsfähige Mobilität aussehen könnte, beschrieb Merja Hoppe, Leiterin Forschungsbereich nachhaltige Transportsysteme ZHAW, in ihrem Votum für eine nachhaltige Mobilität, die von einer Vision getragen ist und auf erneuerbaren Energien, Sharing Mobility und Mobilität als einer Dienstleistung basiert. Hoppe zeigte Trends auf, welche die Mobilität radikal verändern werden: fahrerlose Autos, neue Technologien wie umweltfreundliche Antriebssysteme oder neue Materialien, Mikromobilität, Drohnen und 3D-Drucker. Trends, die uns alle zum Handeln auffordern, um unsere mobile Zukunft mitzugestalten.

Was will der Kunde?

Der Trend der Serviceorientierung in der Mobilität ("Mobility as a Service") stand auch bei Niklaus Giger, Leiter Konzernstrategie SBB, in seinem Vortrag "Die Mobilität der Zukunft gestalten" im Mittelpunkt. Die SBB will mitgestalten. Sie weiss, sie wird künftig mehr als nur ein Bahnanbieter sein; schon heute machen die Bahnhöfe als Dienstleistungszentren einen wichtigen Teil ihres Angebots aus. Wie schon Merja Hoppe wies auch Giger auf das veränderte Kundenverhalten hin. Der Kunde will von A nach B, und das auf eine schnelle und sichere Weise; mit welchem Transportmittel ist zweitrangig. Stichwörter wie intelligente Mobilitätshubs, Smart Rail für eine bessere Kapazitätsauslastung, fahrerlose Lastwagen und Züge fielen. Oder "SBB Green Card", ein zukunftsorientiertes Angebot, das derzeit getestet wird und bei dem der Kunde ein Kombipaket, bestehend aus 1. Klasse GA, ein Elektromobil sowie Mobility, erwirbt. Für Giger ist die Digitalisierung eine Chance, eine Zukunftsvision umzusetzen. Wichtig bei diesem Wandel bleibt für ihn trotz aller Digitalisierung, weiterhin eine solide Bahninfrastruktur anzubieten.

Wie immer gab es im Anschluss an die Vorträge einen Apéro, bei dem spannende Diskussionen zu den vielen Inputs aus den Vorträgen geführt wurden.

Weitere Informationen sowie die kommenden Termine unter: www.energieaperos-ag.ch