Eiken

Den Mutigen gehörte die Bibliothek Eiken

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„Mutig, mutig!“ lautete das Motto der diesjährigen Schweizer Erzählnacht. In Bibliotheksräumen, Schulzimmern und anderen Institutionen folgten tausende kleine und grosse Leser in der ganzen Schweiz literarischen Heldinnen und Helden in kühne Abenteuer. 21 Eiker Kinder der 1. und 2. Klasse hatten genug Mumm und nahmen an der Erzählnacht in der Bibliothek Eiken-Münchwilen-Sisseln teil.

Mit einem Bilderbuch-Domino als Vorstellungsrunde eröffnete das Bibliotheksteam den abenteuerlichen Abend und entführte die Gruppe dann auf den gruseligen, düsteren Dachboden. Gespannt lauschten die Kinder dort der Geschichte „Fünf Angstbären und ein unheimlicher Gast“. Donnergrollen, Windgeheul – grosse aufgerissene Augen folgten dem Huschen der Taschenlampen auf den gezeigten Bilderbuchseiten. „Monster gibt’s doch gar nicht!“ beschwichtigt der Bärenpapa seine ängstlichen Kinder, die einer nach dem anderen in der sturmumtosten Höhle Zuflucht im Elternbett suchen. Doch die furchtlosen Eiker Schüler erkennen schon bald wer hinter dem gefährlichen Sturmmonster steckt, das plötzlich als unheimlicher Gast an der Türe klopft und die Bärenfamilie in Schrecken versetzt.

Dass man keine Angst vor Schatten haben muss, wurde dann mit verschiedenen Schattenspielen hinter beleuchteten Leintüchern erprobt. Krokodile, Vögel, Wölfe und andere selbstkreierte Schatten schwebten über die weisse Fläche. Doch Angst muss in Zukunft kein Kind mehr haben, denn jeder durfte sich mit verschiedenen Farben einen Stein bemalen, der sie von nun an als Mutmachstein begleitet. Glitzernde Exemplare, mit Engeln oder persönlichen Symbolen verzierte Steine werden nun vielleicht zum Mutmachen im Hosensack oder unter der Bettdecke fest gedrückt.

Nach einem Hot Dog zur Stärkung ging es mit einigen Mutproben weiter. Die Eiker Ritter ohne Furcht und Tadel erkannten selbst die unheimlichsten Geräusche und fassten tapfer und unerschrocken in die bereitgestellten Schachteln. Erkannten Tannenzapfen, Schrubber, Schneckenhäuser und zuckten dann doch noch etwas zurück beim klibrigen Slimy.

Am Ende blieb noch Zeit in der Bibliothek zu stöbern und mit einem Stück Kuchen zum Dessert Kraft und Mut zu tanken, bevor die furchtlose Bande um 20:00 Uhr ihren Schatten nach Hause folgte. Mut steht am Anfang des Handelns, Glück am Ende. (Demokrit, Philosoph)

www.bibliothek-eiken.ch

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