Die Schülerinnen und Schüler vom Schulhaus Feld der Schule Suhr liessen die Schulbücher für einen Morgen unter den Bänken liegen und verbrachten gemeinsam einen unvergesslichen Herbstmorgen im Freien. Neben dem Fördern des Zusammenhalts stand die Freude, sich in der Natur zu bewegen, an vorderster Stelle.

„Habt ihr alle eure Taschenmesser dabei?“ – „Jaaaaaa!“, rief eine aufgeregte Kinderschar zurück. Na dann, los geht’s! Die sechzehn Schul- und fünf Kindergartenklassen des Schulhauses Feld verstreuten sich in alle Himmelsrichtungen vom Schulhaus weg. Heute ging’s über Felder und Wiesen, in den Wald und ans Wasser.
Die Taschenmesser kamen vor allem bei den 5. und 6. Klassen zum Einsatz. Die obere Mittelstufe spazierte gemeinsam den Stadtbach hoch bis zum Sportplatz, wo es verschiedene Angebote zum Spielen gab. Auf dem Weg dem Bach entlang versteckten sich vor zu die Enten, die Fische schwammen von der Wasseroberfläche weg und die wenigen Vögel, die sich noch nicht in Richtung Süden verabschiedet haben, wurden von den vielen Kinderstimmen übertönt. Die Sonne kitzelte zwischen den letzten, laubbedeckten Ästen durch – was für ein herrlicher Herbstmorgen! Genau der richtige Zeitpunkt sich auf den Weg in die Natur zu machen.
Die 5. und 6. Klassen wurden gemischt und nach Interessen in verschiedene Gruppen eingeteilt. Eine der Gruppen baute, legte und gestaltete eigene Land-Art-Kunstwerke. Mit den vielen herbstlichen Farbtönen und der grossen Vielfalt an Pflanzen, Steinen und Hölzer. Neben der Suhre machte das Gestalten in der Natur besonders viel Spass. Einige Schülerinnen und Schüler stapften durchs Wasser und andere spielten verschiedene Out-Door-Spiele. Während eine andere Gruppe die freie Fläche neben dem Sportplatz nutzte, um eigene Drachen steigen zu lassen, begann eine andere Gruppe mit dem Schnitzen und den Vorbereitungen für das Geländespiel „Knebeln“. Eine weitere Gruppe schnitzte und baute in dieser Zeit gemeinsam kleine Flosse, die sie im Rahmen eines kleinen Wettbewerbs den Stadtbach herunterschwimmen liessen.

Die 3. und 4. Klassen begaben sich auf die Spuren der Geschichte des Stadtbaches. Dank dem neuen Audiopfad waren die Lehrpersonen gut vorbereitet und erzählten an verschiedenen Stationen viel Wissenswertes zu der wechselvollen Beziehung der Suhrer und Aarauer. Im Vorfeld des Bachfischets, der am kommenden Freitag stattfindet, waren die Kinder sehr motiviert, mehr über die Stadtbachnützung und den Brauch des Bachfischets zu erfahren. Der Spaziergang führte der Bachstrasse entlang durch die Innenstadt und in den Hammer. Die Pause verbrachten die über 100 Kinder mit ihren Begleitpersonen auf der Zurlindeninsel.
Die frische Luft und die Bewegung taten allen gut und der Hunger liess nicht auf sich warten. Nur zu gut, dass die Schulleiterin den Suhrer Feldhasen-Kindern an die verschiedenen Rastplätze feine Zopfhäsli lieferte.
Während die 3. und 4. Klassen ihre Hasen an der Aare verspiesen, kamen die 5. und 6. Klässler in den Suhrenmatten, die 1. und 2. Klassen an einem der auf dem Suhrechopf und die Kindergartenkinder beim Häxehüsli in den Genuss der «Feldhasen» aus Zopfteig.
Zur Mittagszeit fanden sich alle wieder beim Schulhaus ein. Lauter zufriedene Gesichter   waren zu sehen. Das stabile herbstliche Wetter trug seinen Teil zum Erfolg des Anlasses bei.

von Susanne Dul und Maria Hächler