Beinwil am See

Den Grenzwächtern über die Schultern geschaut

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Interessante Einblicke der 4. Sek. Beinwil am See in die Arbeit der Grenzwächter in Rheinfelden

Die 1881 km lange Schweizer Grenze bewachen rund 2000 Grenzwäch -terinnen und Grenzwächter. Mehr als 100‘000 Personen werden jährlich zurückgewiesen, über 30‘000 verdächtige Personen zur weiteren Abklärung der Polizei übergeben und mehrere Tausend illegal Einreisende aufgegriffen.
Deshalb unternahmen wir eine lehrreiche Exkursion zur Autobahn-Zollanlage Rheinfelden. Dort wurden wir freundlich von Wachtmeister Steiner und seinem Team empfangen. Er erklärte uns die Aufgaben und Einsatzmöglichkeiten seines Berufes. Danach zeigte er uns alle Räume im Zollgebäude bis zur Festhaltezelle. Nachher teilten wir uns in zwei Gruppen auf, die jeweils je einem Grenzwächter zugeteilt wurden. Sie erklärten und zeigten uns die unterschiedlichen Arbeiten des Grenzwachtkorps.
Zwei Zöllner kontrollierten Autos nach Schmuggelwaren, indem sie die Karosserie auseinanderschraubten, um mögliche Verstecke aufzudecken. Sie zeigten uns ein paar Beispiele, wo die Waren versteckt sein könnten. Es gibt nicht nur Drogen, die über den Zoll illegal geschmuggelt werden, sondern auch Klappmesser, Schusswaffen, Schlagstöcke, gefälschten Goldschmuck und weiteres. Ein Versteck, das den Beamten Mühe macht, ist zum Beispiel der Benzintank. Es gibt auch Schmuggler, die die Drogen in Plastikverpackungen herunterschlucken. Doch wenn so ein Beutel platzt, stirbt der Verbrecher!
Beim nächsten Posten wurden uns gefälschte Ausweise gezeigt und wie man solche erkennen kann. Wir merkten, dass im Schweizerpass viele versteckte Sicherheitsvorkehrungen vorhanden sind. So erscheint der Umriss der Schweiz, wenn man den Pass unter ein UV-Licht hält. Uns wurde auch ein professionell gefälschter Ausweis vorgeführt. Doch auch dieser wies Fehler auf! Zudem konnten wir auch einen schlecht gefälschten Ferienpass anschauen, bei dem man es mit blossem Blick erkennen konnte.
Nun wurde uns die Drogenhündin Stella vorgestellt. Diese präsentierte uns eindrücklich ihre Arbeit. Sie fand in kürzester Zeit Drogenpäckchen, die in einem Auto versteckt waren. Stella sieht dies nicht als Arbeit, sondern als ein Spiel. Uns wurde erklärt, dass ein Drogenhund verspielt sein muss. Der Hund wurde mit einem Spielzeug, einem zu einer Wurst geformten Frotteetuch, ausgebildet, das nach Drogen schmeckte. Dadurch lernte er spielend nach Drogen zu suchen. Das heisst, er sucht eigentlich gar nicht die Drogen, sondern das Spielzeug. Wenn er etwas gefunden hat, spielt immer sein Meister mit ihm. Stella ist neun Jahre alt, das heisst, sie kann noch drei Jahre ihre Arbeit ausüben. Dann ist sie zu alt und wird in „Rente" geschickt.
Beim letzten Posten wurde uns das Auto der mobilen Einsatztruppe und dessen Ausrüstung vorgeführt. Wir konnten eine Schutzweste anziehen und eine MP5 in der Hand halten. Dazu konnten wir mithilfe eines Suchgerätes den Fahrausweis eines Schulkollegen ausfindig machen.
Wir bekamen noch eine kleine Verpflegung und einen Schlüsselanhänger und dann wurden wir freundlich verabschiedet. Dem Grenzwachtkorps danken wir herzlich für die spannende, abwechslungsreiche und bestens organisierte Führung.

Alper Ulutürk & Peter Wiederkehr, Schüler der 4. Sek. Beinwil am See

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