Die Geburtshelferkröte ist im Jahr 2013 durch Pro Natura zum Tier des Jahres gewählt worden. Sie lebt verborgen in Kiesgruben und macht sich meist nur durch ihren einzigartigen Ruf bemerkbar, der an ein feines Glockenspiel erinnert. Aus diesem Grund führte der Natur- und Vogelschutzverein Muhen dieses Jahr eine Amphibienexkursion am Abend durch.

Der Exkursionsleiter Heinz Hess zeigte an 3 verschiedenen Amphibien – Standorten in der Umgebung von Muhen die unterschiedlichen Bedürfnisse dieser Tierart auf. Der Talhofweiher beim Müheler Forstwerkhof wird vor allem von den Grasfröschen und Erdkröten besucht, die den Hauptteil ihres Lebens im nahen Wald verbringen und den Weiher nur zum Laichen benützen. Grosse Schwärme von Kaulquappen dieser Arten konnten im Weiher beobachtet werden.

Im Reservat Cholschwärzi, einem Amphibienreservat von kantonaler Bedeutung, war dann der laute Ruf des kleinen Wasserfrosches zu hören. Leider zeigte sich der scheue Geselle nicht den Besuchern. Den kleinen Wasserfrosch kann man aber über mehrere Monate in Weihern und Tümpeln beobachten, so auch in der Grube Cholschwärzi.

In der ehemaligen Kiesgrube an der Südgrenze von Hirschthal war es dann so weit. In dieser Grube konnten wir einige Geburtshelferkröten rufen hören. Jetzt wurde allen klar, warum diese Kröte im Volksmund auch Glögglifrosch genannt wird. Sein Ruf tönt wirklich so wie ganz entfernte Glockenklänge.

Trotz zeitweiligen Regenschauern und kalten Temperaturen konnten alle Teilnehmer einen Eindruck der verschiedenen Lebensräume unserer Amphibien gewinnen. Mit dem abschliessenden Konzert der Glögglifrösche war auch das Schlussbouquet entsprechend.

Heinz Hess, NV Muhen