Das Budget gab einigen Anlass zu Diskussionen. Insbesondere die vom Kanton an die Gemeinden übertragenen Pflegefinanzierungskosten für stationären Aufenthalt. Die Frage sei an dieser Stelle erlaut, wie weit sich die Gemeinden an den vom Kanton aufgebürdeten Kosten beteiligen müssen.
Die seit einigen Jahren tendenzielle Rückläufigkeit des Ertragsüberschusses wird als angespannt aber nicht als dramatisch erachtet. Gilt es jedoch zukünftig zu tätigende Investitionen genauer unter die Lupe zu nehmen, und nach ihrer Dringlichkeit abzuwiegen. Es wird begrüsst, dass der Stadtrat die Zeichen der Zeit erkannt hat und sich selber die Aufgabe erteilt hat in den nächsten Monaten ein Massnahmenpaket festzulegen. Dem Budget wird zugestimmt.

Die Revisionsanträge des Gebührenreglements für öffentliche Anlagen werden befürwortet. Die spezifische Definierung betreffend „Anlass mit kommerziellem Zweck" im neuen Regelement sind begrüsst worden. So ist es nun möglich heimischen Vereinen und Organisationen die Räumlichkeiten zur Verfügung zu stellen ohne diese als kommerziell einstufen zu müssen. Den Vereinen wird so ermöglicht Anlässe wie Turniere durchzuführen ohne, dass ihnen hohe Kosten übertragen werden. Im Hinblick auf die Jugendförderung ein sehr positiver Ansatz.
Die Definition ortsansässig oder auswärtige Organisationen muss noch genauer umschrieben werden. Gelten Organisationen die ihre Geschäftstellen in Brugg haben, aber kantonal tätig sind, gebührentechnisch als ortsansässig? Solche Fragen könnten zu weitern Diskussion führen.

Die Projektierungskosten betreffend Zweiradparkierung im Zentrum und Radrouten werden als sehr hoch erachtet. Im Hinblick auf die angespannte Budgetsituation die sich auch in den nächsten Jahren nicht wesentlich entspannen wird, sind Kredite für Konzepte genau zu prüfen. Zurzeit sind einige Motionen, Postulate, etc im Tun die sich mit dem Verkehr auseinander setzten. Überarbeitung des Verkehrskonzeptes, E-Mobilität, Tempo-30-Zonen, Radrouten und Parkiermöglichkeiten, um nur ein paar zu nennen, sind alles losgelöst, voneinander unabhängige Vorstösse. Grundsätzlich ist man nicht gegen das „sichere" Velofahren in der Stadt Brugg. Es wir hier aber eine Koordination der Vielfalt vermisst. Würden eventuelle Radrouten und Parkiermöglichkeiten nicht zukünftige Raumgestaltungen und Verkehrskonzepte tangieren? Vielmehr muss hier über eine mittel- bis längerfristiges Gesamtkonzept nachgedacht werden. Sofortmassnahmen zur raschen Eindämmung des Veloparkiermisstandes beim Neumarkt könnten ohne teure Konzeptphase effizient ungesetzt werden. Der Projektierungskredit für Zweiradparkierung und Massnahmenplan Radrouten wird abgelehnt.

Die Überweisung der Motionen Eingangsbereich Sportstadion Au und Restaurationsmöglichkeit im Sportstadion werden klar abgelehnt. (sta)