Wenn Krippenfiguren wieder ausgepackt und in der Kirche aufgestellt werden, erwachen sie zum Leben. Diese Situation führten am Sonntag vierundzwanzig junge Schauspielerinnen und Schauspieler dem grossen Publikum in der reformierten Kirche in Rheinfelden vor Augen.

„De Jesus wird verpackt“ so der Titel des Stücks aus der Mitsing-Weihnacht von Andrew Bond. Dass Jesus nur kurz ausgepackt und nach Weihnachten gleich wieder eingepackt wird, wundert und befremdet die Krippenfiguren, die nach dem Verlassen der Schachtel lebendig werden. Natürlich warten sie ab, bis der Sigrist das Licht ablöscht und die Kirche wieder abgeschlossen ist. Aber dann gehört diese ganz ihnen, inklusive die feinen Weggli und der Süssmost, die dort für die Sonntagsschulkinder parat gestellt sind. Interessieren sich die Menschen für Jesus nur für ein paar Tage im Jahr oder haben sie für jeden Sonntag des Jahres andere Figuren, fragen sich die Krippenhelden, sobald sie sich mit Speis und Trank gestärkt haben. Und damit haben sie wohl eine wichtige Frage aufgeworfen: was bedeutet Jesus den Menschen in den Monaten vor und nach Weihnachten, wenn die Krippenfiguren ordentlich verpackt im Estrich verstaut sind? Eine Antwort auf diese Frage zu finden, wurde somit subtil dem Publikum aufgetragen.

Aber zuerst dürfen sich die lebendigen Krippenfiguren, sowie die Zuschauerinnen und Zuschauer auf das Weihnachtsfest freuen. Eine Erinnerung daran verdanken sie den Kindern und dem Weihnachtsspielteam sowie dem Generationenchor. Bei diesem Adhoc-Chor machen übrigen Kinder ab sechs Jahren und Erwachsene bis über 80 mit. Der Generationenchor unterstützt die Gemeinde auch am 24. Dez. um 16.30 Uhr beim Singen der Weihnachtslieder.